60 VIII. Himmel und Hölle
enthält. Die weitere Herkunft des Bandes oder seinerTeile ist unbekannt. Faksimile bei E. Petzet-O. Glau-ning, Deutsche Schrifttafeln Taf. XVII.
Literatur: Reuss, Serapeum 1841 S. 64. — Ders.ZfdA. 3 (1843) 443 bis 445. — W. Wackernagel LG.(1848) 83; I* (1879) 107f. 349. -A. Vollmer inK. RothsKl- Beiträge zur deutschen Sprach-, Geschichts- undOrtsforschung 2 (Heft 8,1853) 198 bis 201. — M. Haupt,Monatsberichte der k. preuss. Akademie d. Wiss. zuBerlin 1856 S. 568 bis 580. — 0. Schade Veterummonumentorum theodiscorum decas. Hallenser Disser-tation Weimar- 1860 S. 9 bis 15. — MG. LL. III 5 und174 — MSD XXX (vgl. XCI). — W. Scherer QF. 7(1875) 75 — ders. QF. 12 (1875) 27; 55; 57. — W.Wackernagel, Altdeutsche Predigten und Gebete ausHss. Basel 1876 S. 323 f. — Luppe, Himmel undHölle, das Schlusslied der vier F)vangelia nach Ezzo'sRedaktion, Jahresber. über die Realschule in Kiel1876177. S. 3 bis 32. — P. Piper, Die Sprache undLiteratur Deutschlands bis z. 11. Jhdt. I (1880) 143;II 192 f. und Glossar. — P. Piper Notker III (1883)S. XIX bis XXI. — Ders. Die älteste deutsche Literatur458. — Ders. Die geistliche Dichtung des MA. I 25bis 31. — J. Kelle LG 11 49\50. — F. Vogt in PaulsGrundriss IP 183. — BQ. Morgan PBB. 38 (1912)343 bis 353. — H. Naumann QF. 121 (1913) 92.
Aeusserlichkeiten des hslichen Textes: Zweideutliche durch Absätze und rote Anfangsinitiale ge-kennzeichnete Abschnitte. Pergament sehr dünn, in-folgedessen Tinte durchgeschlagen und Lesung schwierig.
Akzente' 31' und 146". Der Gebrauch ist imwesentlichen derselbe wie bei Notker und Williram.Bei Diphthongen ist oft unsicher, ob der A über dem1. oder 2. Buchstaben stehen soll, eine Erscheinung,die bekanntlich allen akzentuierten hslichen mhd.Texten gemein ist.
Interpunktion: Im Gebrauch der grossen Buch-staben, deutlicher Unterschied zwischen 1. und 2. Ab-schnitt. In letzterem, abgesehen von der rotenAnfangsinitiale, nur zweimal verwandt (58; 72).