II. und III. Der ältere und der jüngere Physiologus 15
Nr. III: Zur Interpunktion werden verwandt, alsZeichen des Satzbeginnes oder einer gedanklich engzusammenhängenden Sätzegruppe die Majuskel, fürkleinere syntaktische Einschnitte der Punkt.
Quellenfrage: Sowohl Nr. II wie Nr. III habeneine lateinische Bearbeitung des Physiologus benutzt,die man nach der von Heider abgedruckten Gott-weiher Hs. (G) Dicta Chrysostomi nannte, ein Titel,den sich aber auch andere lateinische Beatbeitungenbeilegen. Ich lasse die Quelle nach 10 Hss. folgen.Benutzt sind nachgenannte Hss.:
E Clm. 14693 aus S. Emmeran XILJhdt. Bl. 111rbis 116v.
P Clm 536 aus Prüel XII. Jhdt. Bl. 66 r bis 80 v.
p. Clm. 14348 aus S. Emmeran XIII. Jhdt. Bl. 246rbis 254r.
F Clm. 6908 aus Fürstenfeld XI V.Jhdt. Bl. 78r bis 85v.
G Cod. Ms. 101 aus Göttweih XI (f) Jhdt. Bl. 2rbis Wv; benutzt nach Heiders Abdruck.
L Cod. ms. Cc. II. 15. membr. ausLinz XlI\XIU.Jhdt.Bl. 139r bis 147 v.
N Cod.Lipsiensis Ms. fol. 351 ausNeucelle XI IL Jhdt.Bl. 128r bis 133 v.
0 Clm. 9600 aus Oberalteich XIV. Jhdt. Bl. 127rbis 134v.
V Cod. Vindob. 13378. XIV. Jhdt. Bl. Ir bis 7v.
W Cod. Vindob. 1010 XU. Jhdt. Bl. 65 r bis 73 v.
Diese 10 Hss. zerfallen in zwei Gruppen, von denendie 1. durch EPpgebildet wird, die 2. durch FGLNO VW.Die Hs. p ist direkte Abschrift aus P, kommt alsofür die Kritik nicht in Betracht. Die Sigel P be-deutet demnach stets Pp. Der Verwandschaftsgradder Hss. lässtsich durch folgendes Stemma verdeutlichen.Ausgangspunkt der Ueberlieferung.*EPp *FGLNOVW.
P " E *FGLVW *N0
I *GLVW F N~~ 0
P * G VW L
*GW V