XXXV. Traditio Kuonradi. • 197
steht das Stück der Mystik sehr nahe. Solche Er-fcheinungen hatten die hl. Gertrud, die beiden Mech-thilden von Helfta, Adelheit Langmann, MargaretaEbner u. a. (vgl. die Zusammenstellungen bei A. Franz,Die Messe 237 f.; 255 f.)
XXXV.TRADITIO KUONRADT.
V eberlieferung: Clm 3714 (olim. Aug. eccl. 14)Bl. 1 r. von einer Hand des J2.J13. Jhdts. eingetragen.
Literatur: J. B. Docen, in I. v. Hormayrs Archiv/• Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst 13(1822) 280 - W. Wackernagel Alt. Lb. 1 (1835) 101
— J.A. Schmeller Bayr. Wb. 3 (1836) 221 f. = 1F250 f.
— H. F. Maßmann, Abschwörungs ... formein (1839)Nr. 73. — K. Roth, Beiträge zur deutschen Sprach-Geschichts- und Ortsforschung 3 (1854) 201 bis 15. —P- Piper, Nachträge S. 241.
Acusserlichkeiten des hslichen Textes: Urkunden-schriff, sehr verblasst und schwer zu lesen.
Akzente: Ein Ä und ein '.
Interpunktion: Als Interpunktion wird der Punktvet wandt. Für den Gebrauch der Majuskel ist keineRegel erkennbar.
Quellenfrage: Wir haben es natürlich mit der Ueber-setzung einer lateinifch ausgefertigten Traditio zu tun,die nicht mehr erhalten ist.
Heimat: Augsburg. (?)
hiterarifdh.es : Die Tradition geschah unter Embrikov on Augsburg (1064- 1077). Die Uebersetzung dürfteetwa 100 Jahre jünger sein. Trotzdem ist sie derälteste Beleg eines urkundenartigen Stückes in deutscherSprache für Oberdeutschland.
Erläuterungen: 2. In Kuonrat lese ich deutlich K.~~ haldef hufin verschrieben für bildet hufin, Baldshausen,Drtschaftenverzeichnis des Königreichs Bayern 1904J»' 1472), wie umgekehrt Z. 9 und 12 bennunhouin für"ennunhouin (Hennhofen, Ortschaftenverz. S. 1563) —3 Das „neue" Münster St. Moritz war 1019 gegründet