V. Regensburger Augensegen 53
Akzente: Fehlen.
Interpunktion: Majuskel wird als Interpunktions-zeichen nicht verwandt, der Punkt nur spärlich, undbeides im Sinne unseres heutigen Punktes und Kommas.
Quellenfrage: Sicher handelt es sich beim Kloster-neuburger Gebet genau so, wie bei Otlohs, um Ueber-setzung oder Bearbeitung einer tat. Vorlage, die derZufall in irgendeiner der vielen Missale- oder Brevier-hss. aufdecken wird. Der Anfang wird gelautet haben:„Dne qui me miferum ad imaginem fimilitudinif tuefecifti et tuo facrofancto fanguine liberafti, libera memiferum ab omnibuf peccatif meifpreteritif prefentibufet futurif. Dem weiteren Text hat eine Formel zu-grunde gelegen, die der von XXXII 82 f. ähnlich war.Vgl. dazu noch das Missale Romanum, Ratisbonae1884 Editio III S. 238, und A. Fianz, Die Messe 750 f.
Heimat und Verfasser: Bayerisch-österreichischesSprachgebiet.
Erläuterungen. 1 Vgl. zu 1 1. — biüdie, diesesEndungs-ie kommt nur vor dentalem Verschlusslaulvor (vgl. 2; 5 ; 9), aber auch nicht regelmässig. DasDenkmal steht mit dieser Erscheinung allein. — 2 irlöfewohl Andeutung des Umlauts, vgl. Fi. Polzer-van Kol,Priester Arnold S. 73 § 24. — 3 minan nach MSD.;zum nn vgl. zu 1 82. — giunftiemo vgl. J. Schatz,Abair. Gr. §90; K. Weinhold B. Gr. § 176. - 7. Vgl.C. v. Kraus D. Gedichte II 132. — 8 dinaf vgl. KWeinhold mhd. Gr.* §471; 473; Wiener Notker 108,31. — 9 gemeidie, zum fehlenden n K. Weinhold, B.Gr. §166; mhd. Gr. 3 § 215.
v.REGENS BURGER AUGENSEGEN.
Ueberlieferung: Clm. 14472 Bl. 166v am Ende derSeite, dem Schlüsse eines Computus folgend von einerHand des 11. Jhdts. eingetragen. Herkunft der Hs. :St. Emmeran in Regensburg.
Literatur: J. Schlecht ZfdA. 46 (1902) 303 bis