52 IV. Klosterneuburger Gebet
Walahfrid MSL 113, 1016 D f. — 22, 5 f. AehnlkhKarajan 101, 10: daz hovf der fulice • bezeichent dergelovbe.
24, 1. Karajan 102,19 f.: Ditzze tier heizzet ftrovz ■Afida nennet ez fich chriefchin ovz. — 24, 5. Ueberwalh — latinus vgl. Graff Sprachschatz I 842; seit dem13.Jhdt. scheint diese Verdeutschung nicht mehr üblichzu sein. H. Leyser, Predigten 77,38: porta latina,die latenifche phorte oder die weilifche wird kaumhierher zu ziehen sein. Karajan 102, 26: die walheheizzent ez Camelum. — 24,10 berichet: vgl. F. Bech,Germ. 8 (1863) 478; der Misener HMS 3,101a (XII2, 3) : er (SC. der ftrfiz) rechet finiu eier in dem oufteunder den fant (zur Stelle A. Frisch, Unters, über die.. . mhd. Dichter, welche ... den Namen Meissner führen[Jenaer Diss. 1887] S. 49); Karajan 103, 6: bedechet.— 24, 13 wirme, bayrische Form. Vgl. Himmelriche(A. Leilzmann Kl- geistl. Gedichte) 22, 40; 25, 5;Himml. Jerus. (Diemer D. Ged.) 363, 3. Mhd. Wb. III525, 37 a f., Lexer Mwb. 3, 930.
26, 8 gnefen: Der Uebersetzer kannte also die Be-deutung von fpaffare!
IV.KLOSTERNEUBURGER GEBET.
Ueberlieferung: Cod. Nr. 987 der Stiftsbibliothek,Klosterneuburg 10.Jhdt.,Pfalterium sei Leopoldi genannt,auf der Rectoseite des letzten Blattes von einer Hand desll.Jhdts. eingetragen. Auf der Versoseite des Blatteseine Tradition, deren Datum von M. Fischer, Merk-würdige Schicksale des Stiftes und der Stadt Kloster-neuburg, Wien 1815 II 6: Anno dominici incarnationisMCX1II indict. V. gelesen wurde.
Literatur: E. G. Graff, Diutiska 2 (1827) 382.—. Grimm, Deutsche Grammatik 2 (1826) 544 Anm.— MSD* LXXX1V. — F. Vogt, H. Pauls GrundrissII* 184.
Aeusserlichkeiten des hsllchen Textes; Gedrängtesteile Schrift, wohl durch spärlichen Raum veranlasst.