mer noch ein bereuendes, sich nicht arglos dem Ver-dammten preisgebendes Menschsein einbegreifen -Zwiespalt, Frage, wohin man gehöre. „Hölle" dagegenist ja gerade deswegen keiner Erlösung zugänglich,weil sie doppeldeutig fesselt und bindet: auch imSinn der unbegreiflichen heimlichen Anziehung. Ebendadurch der Widerpart des Gottes, also Gott in Um-kehrung noch einmal, der deus inversus in seinemReich - gleichsam Lücke in der Allgegenwart Gottes,wie die drastische Sprache christlicher Dogmatik esetwa nennen dürfte. Daß dieses Höllische sich auf-tun konnte, hängt eng zusammen mit der Vollendungder Engelseligkeit, mit der überzeugenden Drastik,die ihrer Wirklichkeit zukommt, nach dem Gesetz,wonach der Gipfel den Abgrund erkennen läßt unddas Licht sich bewährt am Schlagschatten.
Aber dies Verjenseitigende der Engelverkündigung,dies dadurch Entwirklichende, Entwertende des Irdi-schen, ist nicht der einzige Charakter der Elegien. Inihnen gewann andrerseits auch das Irdische seinenAusdruck mit der Inbrunst eines unaufhaltsamen Be-kenntnisses zu ihm, wie kaum je vormals. Nicht zwarin jener Drangabe wie im „Stundenbuch", wo derDichter in all und jedem seinem Gott ohne weiteresmitbegegnet, der es bereits an seiner Statt gedichtethat, am realen Ding alle Poesie selber miterschuf -sondern anders: indem der Mensch die Engel, die
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