fahr für das Außerkünstlerische, Menschliche, darinGeopferte, hätte nicht sein müssen, wenn Rilke imhergebrachten Stil ein „Frommer" gewesen wäre- imSinn irgendwelcher „Gläubigkeit" (gleichviel welcherdogmatischen oder spekulativen Richtung); denn derenseelenrettendes Heil hätte ihn in sich mit-umschließenmüssen: enthielte es doch eben diese Aushilfe alsAusgangspunkt und Sinn. Nichts indessen lag seinerEinstellung ferner: er stand aufrecht vor dem, wasGlaube bietet; - nicht in der Haltung des Erbittens,sondern in der des Verpflichtetseins, nicht passiv, son-dern im drängenden Vorstoß des Künstlers in ihm,desselben Künstlertums, das ihn der Lebenspraxisgegenüber ratlos und kraftlos erscheinen lassen konnte.Nie aussetzend in der Sorge ums Werk, nie bedachtdarauf, was den an seine Verkündigung Preisgegebenenmenschlich erwarte, ob Einsicht in das allzu Großenicht ihn erschlüge.„Daß ich dereinst, am Ausgang der grimmigen Ein-sicht,Jubel und Ruhm aufsinge zustimmenden Engeln,Daß von den klargeschlagenen Hämmern des Her-zensKeiner versage an weichen, zweifelnden oderreißenden Saiten. Daß mich mein strömendes Antlitzglänzender mache: daß das unscheinbare Weinen
blühe -"
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