noch, wenn er am Boden lag, war dies: nie gab esjemanden, der heiligere Sorgen hatte als er.
Mit den Jahren stieg seine Ungeduld mit sich:
„Wiederanfangen. Freilich, schon beim Schulhefthalf es dann, eine neue Seite aufzuschlagen; diesehier — steht nun wirklich voll der beschämendstenFehler, rot über rot, und wo einer noch von selbstausblieb vorher oder sich besann, da steht das end-lich Richtige über einer fast ganz durchradierten Stelle,auf dem Häutchen eines Lochs." (Paris, rue Cam-pagne premiere, 1913, 21. Oktober.)
Schließlich gab es wohl keine Not, selbst grausigste,die er nicht auf sich genommen hätte fürs Gelingen;längst fürchtete er nicht sie mehr. Anderthalb Jahr zu-vor (aus Duino, im März 1912) bemerkt er:
„Früher hats mich zuweilen gewundert, daß dieHeiligen so darauf hielten, sich körperliche Übel-stände zuzumuten, jetzt versteh ich, daß diese Lustzu Schmerzen, bis hinein in die Qualen des Marty-riums, eine Eile und Ungeduld war, auch vom Ärgsten,das von dieser Seite kommen kann, nicht mehr unter-brochen und gestört zu sein."
Im gleichen Brief steht auch:
„Ich sehe manchen Tag alle Kreatur mit der Sorgean, es könnte in ihr ein Schmerz ausbrechen, der sieschreien macht, so groß ist meine Angst vor demMißbrauch, den der Körper in so vielem mit der Seele
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