hat, die Auswahl dessen, was poetisch wirken könnteinnerhalb der „roten Gewaltsamkeit", die man dasLeben nennt - das fiel hier von ihm ab in der unter-schiedslosen Hinwendung zum Irdischen als dem Gott-Nahen, von Gott ihm heimatlich Ausgebreiteten. Ja:hier klingt der Jon an, der, spät, in den „Elegien", nocheinmal mitten hineintönen sollte in die Lobpreisungdes Jenseitigen, der dem Irdischen fremden Engel:
„Erde, du liebe, ich will! Namenlos bin ich zu direntschlossen!"
Dies ist das Beheimatetsein des Dichters in Ruß-land gewesen, wie er es vier Jahre später (1904, am10. August aus Rom) beschreibt:
„Daß Rußland meine Heimat ist, gehört zu jenengroßen und geheimnisvollen Sicherheiten, aus denenich lebe.
Ich bin in Paris Rußland nicht ausdrückbar näherge-kommen, und doch denke ich irgendwie, daß ich michauch jetzt in Rom, im Angesichte der antikischenDinge, aufs Russische vorbereite, und darauf, dorthinzurückzukehren."
Wie an russischer Frömmigkeit war Rilke nämlich,schon während seiner Studien, noch ein zweites amRussentum aufgegangen, was auf ihn ebenfalls wirktewie eine Veranschaulichung von Schwierigkeiten undAufgaben, die an seine persönlichen erinnerten. Das
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