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festsetzten '). Das Wendland z. B. war damals eineGegend, in der kaum eine edlere Gemüse- oder Obstartzu finden war. „Wenn eine Colonie von Morimund aus-zog", schreibt der Geschichtsschreiber dieses Klosters 2 ),„so nahm sie Samen und Pflänzlinge von allen Sortenfür die Gärten des Klosters mit; von diesem Klosterkamen sie dann in ein anderes u. s. w. Und wenn dieMönche auf ihren steten Wanderungen eine neue Art ent-deckten, so brachten sie diese mit in ihr Kloster; ausdem Klostergarten wurden sie verpflanzt in die Gärtender benachbarten Dörfer. So nahmen die Mönche, welchenach Altencampen im Cölnischen gingen, die graue Renettemit, welche im Bassigny um Morimund so häufig war;von Altencampen verpflanzten sie andere Mönche nachWalkenried, von dort nach Pforte, von Pforte nachLeubus in Schlesien, von wo sie sich in Schlesien ver-breitete." —
Auch die südländische Obstcultur wurde durch dieCistercienser in das Wendland verpflanzt. So ist z. B.der Borsdorfer Apfel ein Product der Cistercienser vonPforte, mit südländischen Reisern gezogen auf dem fürObst- und Weinpflanzungen besonders geeigneten Acker-hofe zu Borsendorf an der Saale 3 ). Der Obstgarten vonPforte war schon im 12. Jahrhundert zu beiden Seitender kleinen Saale, eines aus der Saale um 1110 künst-lich abgeleiteten Mühlgrabens, angelegt, so dass in diesemgeschützten und reichlich bewässerten Tale die edlerenObstsorten gut gedeihen konnten 4 ). In demselben Pfortewird ein Obstgärtner 1271 zuerst erwähnt, doch hat es
1) Für das Folgende conf. Winter, die Cistercienser desnordöstlichen Deutschlands. Gotha 1868.
2) Dubois; bei Winter, a.a.O. II S. 173.
3) Winter, I, 119.
4) Winter, II, 174.