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Der deutsche Garten des Mittelalters bis um das Jahr 1400
Entstehung
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Bei dem Versuche, die Existenz des deutschen Gartensund seine Einrichtung bis in die älteste Zeit zu verfolgen,kommen wir begreiflicher Weise nicht so weit wie mit an-deren Gegenständen der culturgeschichtlichen Forschung.Denn während Wohnung, Kleidung, Nahrung, Waffen fürNaturvölker unbedingt notwendig sind, Hess sich einGarten, selbst in der rohesten Bedeutung des Wortes,allenfalls entbehren. In derselben Zeit, wo die orientalischenVölker sich schon prangender Gärten erfreuten, ist uns überunsere Vorfahren überhaupt noch nichts bekannt; und alsdann auch ins Abendland mit der verfeinerten Cultur dieGartenkunst längst eingedrungen war, da konnte TacituSvon den Deutschen noch sagen: nee cum ubertate etamplitudine soli contendunt, ut pomaria conserant et prataseparent et hortos rigent. x ) Dann kam die Zeit derVölkerwanderung, in der von Gartenbau nicht viel dieRede sein konnte. Erst als die deutschen Völker zurRuhe gekommen und sesshafter geworden waren, da mögensie eingesehen haben, dass das wilde Obst 2 ) doch nicht gutmunde und so zunächst zur Anlegung von Obstgärten ge-kommen sein. 3 )

1) Germ. 26.

2) Germ. 23.

3) vgl. auch Heyne, das deutsche Wohnungswesen S. 48.

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