November 1540.
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Für den ferner« Verlauf der Angelegenheit fügen wir auszüglich noch folgende Acten an :
1) 1540, 24. November (Mittwoch nach Maria Opferung). Rotweil an Schaffhausc». Durch dasWirken der Schiedleute stehe man der Art in Unterhandlung, daß man hoffe, die Anstände werden gütlichbeigelegt. Gestern habe der von Landcnberg das Fußvolk entlassen, die Reiter aber habe er noch behalten.Da man indessen noch nicht bestimmt wisse, ob ein Vergleich zu Stande komme, und man den Eidgenossenlieber nicht große Kosten und Mühe verursachen möchte, so ersuche man die von Schaffhausen, die eidgenössischenKnechte, die laut dem Schreiben der erster» auf Donnerstag (25. November) in Schaffhausen anlangen werden,bis auf weitern Bericht dort aufzuhalten. K.A. Schalshausen: Korrespondenzen.
2) 1540, 27. November (Samstag nach Katharina), 12 Uhr Mittags. Rotwcil an Schaffhausc».Da die tausend Knechte der „XII Orter", welche als Zusatz für Rotweil bestimmt sind, in Schaffhausenweilern Bericht erwarten, so melde man, daß heut, nach vielfältiger Verhandlung die Sache soweit gediehensei, daß man auf gütliche Erledigung hoffen könne. Bereits seien die Abschiede und Anlaßbricfe von denUnterhändlern gefertigt den Parteien zur Prüfung übergeben worden. Da somit umwthig, die Knechte längerin Kosten zu haben oder gar nach Rotwcil ziehen zu lassen, so bitte man die von Schaffhausen, solches be-sagten Knechten, insbesondere aber ihren Hauptleuten, denen man persönlich geschrieben hätte, wenn man siekennen würde, anzuzeigen und ihnen zu melden, daß sie im Namen Gottes des Allmächtigen wieder heim-ziehen sollen. Dabei soll ihnen im Namen der Stadt Rotwcil und der Ihrigen der beste Dank ausgerichtetwerden. Man werde der erwiesenen Dienste in Ewigkeit eingedenk sein. Alles das hätte man gern durcheine persönliche Rathsbotschaft verrichtet, Wenn man nicht durch Geschäfte hieran gehindert wäre. Sobaldder Anlaß besiegelt sei, ivcrde man diesen und alles weiter Nöthige mittheilen.
K. A. Schafshausen: Correspondcnzcn. (Original).
Z) 1540, 29. November (Montag nach Konrad). Bürgermeister und Rath der Stadt Rotweil an ge-meine Hauptleute von Städten und Ländern gemeiner Eidgenossenschaft, jetzt zu Schaffhausc» versammelt.In Folge ihres Schreibens habe man die Rathsfrcundc Martin von Ziinbern und Jacob Domhan zu ihnenabgeordnet, sie zu Urlauben und ihnen freundlichen Dank zu sagen. Man bitte, das so aufzunehmen, als, ob Bürgermeister und Rath selbst anwesend wären. St.A.Lmern: Acic» swtwcu.
7«V.
Werl!. 1549, 18. November.
Staatsarchiv Bcr»: Rathsbuch Nr. S74, S. >t>
I. Gesandte von Biel eröffnen vor dem Rathe zu Bern: nachdem man die Mahnung (zum Zuzug"ach Notiveil) erhalten, seien die Bürger versammelt und die Bünde gelesen worden, welche Biel mit Bernhabe. Darin habe man nicht finden können, daß Biel ein Bündniß oder eine Verwandtschaft mit denen vonRotweil („inen") hätte; es seien diese auch andern Glaubens und hätten früher die „Christlichen" uugöttlichbehandelt; die von Biel glauben daher, daß sie (in diesem Falle) nicht verpflichtet seien, mit denen von Bernö" ziehen; überhin seien Anschläge in Burgund, an das sie anstoßen, zu besorgen. 2. Der Rath antwortet,sehe allerdings ein, daß die von Biel keine Pflicht haben, mitzuziehen; nichtsdestoweniger wolle er sie ge-beten haben, es zu thun.