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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
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1274
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1274 November 1540.

Der Tag wird von Zürich unterm 9. November (Dienstag vor Martini) ausgeschrieben, da am vorher-gehenden Tag (gestrigs Mentags) die von Rotweil die erste und heute eine fernere Mahnung erlassen haben,mit der Anzeige, daß Christoph von Landenberg mit 68000 zu Fuß und 1000 Pferden gestern in Wald-messingen gelagert habe und sich anschicke, vor die Stadt zu rücken, anderseits aber gemäß dein Bericht dernach Rotweil abgegangenen Boten eine Vermittlung versuchen wolle.

St. A.Zürich: Tschad. Documentensammlung Bd. X. Nr. 71. St. A. Lucern: Acten Rotweil. K.A.Schafshanscn: Korrespondenzen.

Den Hauptbeschluß des Tages enthält der im Text gegebene Abschied nicht. Diesen Beschluß enthälteinzig die Basler Sammlung und zwar als förmlich getrennten, mit gesondertem, wenn auch auf das gleicheDatum lautenden Titel versehenen Abschied. Die Verhandlung zerfiel in zwei, durch den Zwischenraum einigerTage getrennte Perioden; während dieses Zwischenraumes wurden die Vollmachten für die Ausführung desHauptbeschlusses eingeholt. Derselbe geht nun dahin: Dieser Tag ist wegen derer von Rotwcil angesetztworden, die wiederholte Mahnung erlassen und angezeigt haben, wie der von Landenberg dieser Tage ihneneinige Dörfer und Höfe bei der Stadt verbrannt habe. Da man aber bisher noch nichts von einemgroßenZuge" weiß und daher der Fall nicht vorhanden scheint, daß die von Rotweil mit Gewalt errettet werdenmüssen, so beschließender mchrtheil orten boten", nach eröffneten Instructionen, auf Gefallen ihrer Obern,daß jedes von den XII Orten (die von Basel sind mit Notiveil nicht im Bunde) 50 Mann rüsten und aus-ziehen lassen soll, so daß sie auf den 25. November nach Schaffhausen kommen und Tags darauf mit 380 Man»aus den gemeinen Herrschaften als Zusatz nach Rotweil rücken. Da die Rede geht, daß Christoph vonLaudenberg sich mehr und mehr stärke und somit ein größerer Zug vorhanden sein möchte, so soll jedes Ortseinen Boten alle Vollmacht geben, in Betreff eines Zuges zu verhandeln und zu beschließen, damit imgegebenen Fall keine fernere Tagleistung mehr nöthig ist. An die von Basel wird die Bitte gerichtet, sich vo»gemeiner Eidgenossenschaft nicht zu söndern. Dieselben sollen denen von Straßburg für ihre Berichte »ndihr Erbieten den freundlichsten Dank sagen und sie ersuchen, wenn sie ferner etwas erfahren, solches be-förderlich nach Basel zu melden.Unser Herren möchten auch wol liden, was guts zu frid und gütlicherUnterhandlung ftirgnuinmen, wie ir wol wyter müssen."

Nach einem Solothurner Gesandtschaftsbericht vom 17. November wurde beschlossen, den Zusatz aus55 Mann von jedem Ort zu bilden, doch auf Hintersichbringen. K. A. S°ioth »rn: Abschied- Bd. sZ.

Für diesen Abschied überhaupt zur Ergänzung und für die Erklärung des in l>» angegebenen Datums,beziehungsweise der beiden Perioden der Verhandlung, dient folgende Missive von Basel an Straßburg vom19. November. (Basel berichtet in dieser Zeit überhaupt sehr fleißig, zumal über die politisch - confessionemSituation der Eidgenossen, nach Straßburg). Hier wird gemeldet: die Boten von Basel, die auf dem Tagcin Baden gewesen, seien gestern spät heimgekehrt und hätten heute Bericht erstattet. Hiernach sei das Mistfallen der Eidgenossen über das Vorgehen des von Landenberg groß; man hoffe indessen Gutes; die Eigenossen seien auf diesem Tage gegen einander freundlicher und offener als seit Jahren nie gewesen; vielleich,daß diese Fehde sie wieder in alter Liebe und Freundschaft vereinbare und das Mißtrauen entferne; uM>>sei entschlossen, Rotweil zu entschütten und den von Landenberg und seine Anhänger zu bestrafen; sonst abc>werde niemand Leid geschehen; Näheres hierüber könne nach dem Tag in Baden, der auf Montag (22. No-vember) angesetzt sei, berichtet werden. Das freundliche Schreiben, womit die von Straßburg sich zur Benniittlung bereit erklären und melden, daß sie hiefür eine Botschaft abgefertigt haben, habe man gemeine» E>genossen vorgelegt, die hierüber besonderes Wohlgefallen geäußert und denen von Basel aufgetragen haben,im Namen Aller denen von Straßburg den besten Dank zu sagen. Man sei auch der Meinung, daß bu'von Rotweil, so weit immer möglich, sich freundlich erzeigen sollen, um weitere Unruhe zu verhüten. Bitte,die Vermittlung an die Hand zu nehme» und über Landenbergers Anstalten und Stärke zu berichten, u. s>

K. A. Basel: Missivenbuch ia«o»s, c.

Eine Berichterstattung von Straßburg an Basel liegt vor vom 14. November K. A. Basel: Absch'^von 154V und 1541.