Juni 1540.
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Egne (Egnach) vor, sie seien, obwohl in der Grafschaft Thurgau hohen Gerichten wohnend, gerichtshörignach Arbon; es bestehe aber da ungleiches Recht, indem die von Arbon Erbschaften und Hinterfälle in dieStadt ziehen und nichts „hinaus erben"; auch wollen dieselben nur an die Räthe des Bischofs appellirenlassen, nicht an die Eidgenossen; darüber müssen sie sich beschweren, und sie bitten zum höchsten, daß wirmit denen von Arbon verschaffen, daß sie in Erbschaftssachen gleiches Recht halten und an die Eidgenossenappelliren lassen; wenn dies nicht erreichbar wäre, so möge man ihnen ein eigenes Gericht vergönnen. Manverhört nun den Vertrag, der zwischen den Eidgenossen und dem Bischof von Constanz besteht. Derselbe be-sagt unter Anderm: Wenn Leibeigene des Bischofs oder solche, die in seinen Gerichten sitzen, daselbst rechtenund sie sich gegen das erhaltene Urtheil beschweren, so mögen sie dasselbe vor des Bischofs Räthe ziehenund das Urtheil dieser kann nicht weiter appellirt werden. Andere Personen aber, die vor den bischöflichenGerichten Recht suchen, mögen das Urtheil von da an die bischöflichen Räthe und von diesen an die Eid-genossen ziehen. Da nun die Stadt Arbon mit hohen und Niedern Gerichten dein Bischof von Constanz ge-Hort und die Eidgenossen nichts an derselben haben, weil das Bündniß mit Bischof Hug ausgelaufen ist,l'vch aber Arbon im Kreis der Grafschaft Thurgau liegt, so hat man dem Statthalter des Bischofs geschrieben,°r möge die von Arbon anhalten, sich mit den Ansprechen! von Egnach der Hinterfälle und Erbschaften halbgutlich zu verständigen, indem man Letztere nicht verlassen könne. Heimzubringen, um zu berathen, wie manlhnen helfen und gleiches Recht verschaffen könnte. «I. Boten von Ragaz zeigen an, ein jeweiliger Landvogthabe die Gerechtigkeit, jährlich vier Ochsen „in das Boval zu schlagen"; weil daraus unter den Gemeindenviel Streit entstehe, so bitten sie um die Vergünstigung, jene Last loszukaufen. Heimzubringen, zumal auchsonst verlautet, daß „des Zauns" wegen häufig große Späne walten und jeder Theil des andern Vieh un-säuberlich zu vertreiben pflege. Antwort auf nächstem Tag. v. Luci Tonder von Sargans meldet, er habeomen Schmelzofen im Lehen, wovon er jährlich 15 Gulden Zins geben sollte; da er aber nicht dabei bestehen^o>Me, so bitte er, es ihm wieder abzunehmen, obwohl es erst nach vier Jahren fällig wäre, und ihm denZins zu erlassen; auch habe er Anfangs am Schmelzofen über 30 Gulden verbaut, um deren Ersatz er bitte.^Umzubringen, Hans Kronisen der Schmid bittet, man möchte ihn begnadigen und ihm wieder erlauben,vi Bremgarten aus- und einzugehen, weil er doch seinen Schwäher daselbst habe. Sein Gesuch unterstützenZürich und Bern. Heimzubringen. K. Der Leutpriester von Klingnau bittet um eine Wartstelle auf eineChorherrenpfründe an: St. Verenenstift in Zurzach. Da man zuverläßig vernimmt, daß derselbe die Pfarre^'ngnau bei vierundzwanzig Jahren wohl versehen und bei diesen schwierigen Zeiten die Unterthanen standhaftbeim alten Glauben erhalten; daß er jetzt alt und ein fetter schwerer Mann sei, und die Pfründe im Fallseiner Erkrankung nicht wohl zwei Priester „erziehen" könnte, so wird sein Gesuch in den Abschied genommen.
Uri, Schwyz und Nidwalden führen Beschwerbe, daß der Vogt zu Lauis in ihre Herrlichkeit Bellenz einen^"grisf gethan, indem er die Ihrigen zu Jsone und Medeglia und bei St. Lienhard habe zwingen wollen,k" Lanisern, die an sie Ansprachen haben, vor ihm ins Recht zu stehen, gleich als ob sie zu der Vogtei^uis gehörten; nach den Briefen, die man gefunden, gehören aber diese Dörfer zur Grafschaft Bellenz;ornin bitten die drei Orte, sie bei ihrer Freiheit bleiben zu lassen; denn ohne Recht würden sie nicht nach-ten. Da man hierüber ohne Vollmachten ist, so wird auf ihr Verlangen den Boten, die zur Jahrrechnung^hm, aufgetragen, in der Sache nichts zu handeln, dagegen alle dienlichen Kundschaften einzuziehen undin den Abschied zu nehmen, i. Es hat sich ein Streit erhoben zwischen Bern und Freiburg, die Wahl°'äes Obmanns betreffend, wenn Personen die eine oder andere Stadt ansprechen. Bern ist nämlich der