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Juni 1539.
großes Nachtmahl zum Schlüssel bei den großen Bädern gehalten worden, dabei aber der Zulauf des gemeinenVolkes groß ist, so daß diesmal 25 Gulden darauf gegangen sind, so soll jeder Bote heimbringen, ob mandiese unnützen Kosten abstellen wolle, ii. Letzter Tage haben Zürich, Lucern und Zug nach alter Übung dieLimmat und Reuß befahren und dabei, wie man findet, unziemliche Kosten „aufgetrieben" und solche ansder Geleitsbüchse zu Baden genommen, während das Urbar zu Baden deutlich sagt, daß weder die Land-vögte noch sonst jemand zwischen den Jahrrechnungen über die Geleitsbüchse gehen sollen. Mau hat daherverordnet, es soll in Zukunft jedes der drei Orte den Seinen, die mit der Besichtigung der Neuß und derLimmat beauftragt werden, billige Auslagen zurückerstatten und diese auf der Jahrrechnung anzeigen, wo mansie dann zufrieden stellen wird. v. In der Rechnung des Landvogtes zu Baden erscheinen große Kosten fürden Zurzacher Markt, indem dieses Jahr über 120 Gulden Kosten aufgelaufen sind, während der Bischof vonConstanz alle Nutzung zu seinen Händen bezieht. Heimzubringen, um zu berathen, wie solche Auslagen ver-mindert werden können, Meister Jos Brunner, Leutpriester zu Eich, bittet jedes Ort um ein Fensterin sein neu gebautes Pfarrhaus, x Desgleichen stellt der Wirth im Schinderhof die Bitte, daß ihm jedesOrt ein Fenster schenke, weil er alljährlich einen großen Zins bezahle, denselben immer pünktlich leiste u»dseit einigen Jahren in dem Hof viel gebaut habe. 5-. Die Boten der V Orte eröffnen, ihre Herren könnensich mit den Vergleichsartikcln noch nicht völlig zufrieden geben. Man hat sie dann aber zum höchsten ge-beten, die Sache als abgethan in Ruhe zu lassen, weil ja ausdrücklich gesagt sei, daß keine Partei an ihrenEhren beeinträchtigt sein solle, damit Friede und Einigkeit in der Eidgenossenschaft geäufnet und gepflanztwerde. Aus der Rechnung des Abts zu Wettingeu zeigt sich, daß er dieses Jahr über 1800 Guldenaufgebrochen, für das Gotteshaus aber nur etwa 1200 Gulden bezahlt hat, während das Übrige sannnt denNutzungen verbraucht ist. Es soll dies jeder Bote mit allein Ernst heimbringen, damit man Bedacht nehme,das Kloster nicht gänzlich verderben zu lassen, i»». Rechnnngsabnahme von den Zollern und Vögten: l5serhält jedes der acht Orte: 1. von dem Vogt im Thurgau von den hohen Gerichten 54 Gl. 13 Schl. 4 PfS--(44 Gl.), von den Niedern Gerichten 25 Gl. 6 Schl. 7 Pfg. (13 Gl.); 2. von dein Vogt in: Sarganserla»d102!/z Pfd. (95 Pfd. Hl.); 3. von dem Vogt in den Freien Ämtern 100 Pfd. (100 Pfd Hl.); 4. von demVogt zu Baden 110 Pfd. (40 Pfd.); 5. von der Steuer zu Dießeuhofen 7 Kronen au Gold (7 Kronen)'6. vom Schinderhof zu Baden 14 Kronen an Gold und 4 Dickpfennige (15 Kronen an Gold); 7. vomStadhof 3 Gl. 5 Schwyzerbatzen (3 Gl. zu 18 Schwyzerbatzen und 2 Btz); 8. aus der Geleitsbüchse zu Brenngarten 8 Pfd. (6 Pfd. 16 Schl. 6Dickpfg.); 9. aus der Geleitsbüchse zu Mellingen 27 Pfd. (10 P^'9 Dickpfg.); 10. aus der Geleitsbüchse zu Klingnau 1 Pfd. 10 Schl. (1 Pfd. 10 Schl.); 11. aus der Geleitsbüchse zu Lunkhofen 2 Pfd. (1 Pfd. 15 Schl.); 12. aus der Geleitsbüchse zu Zurzach 1 Pfd. 10 Selm(1 Pfd. 10 Schl.); 13. aus der Geleitsbüchse zu Baden 20 Kronen an Gold, 4 dicke Pfg., 23 Schl. Lucernerund Freiburger Münze, 4 gute Gl. an Churer Bazen, 15 Constanzer Bazen, 10 Pfd. Basler Münze (40 di ePfg., 7 Churer Batzen, 9^/2 Gl. an Constanzer Batzen, 2'/2 Gl. an Schwpzer Batzen, 18 Kronen an ^olv,4 kaiserl. Kr., 18 Batzen an Münze); 14. vom Landvogt im Nheinthal 58Gl.; 15. aus der Geleitsbüchst ^Koblenz 2 Pfd. 16 Schl.; 16. Erbeinnngsgeld von Burgund 36 Kronen 2 Dickpfg.
I»?». Da in der Grafschaft Thurgau große Käufe um Schlösser und Herrschaften, Zwing, Bünn m>deigene Leute geschehen, so wird verordnet, daß solche Käufe von dem Landvogt zu Frauenfeld aufgerichtet "gefertigt werden sollen. St.A. Luc«n.-sia-n Thürs«"-