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März 1539.
«S«.
LUttM. 1539, 18. März (Dienstag nach Mittefasten).
Staatsarchiv Lnccrn: Allg. Absch. 1.1, f. SS2.
Tag der V Orte.
a,. Die lutherischen Städte und Länder haben einen Bund geschlossen, der schmalkaldische Bund genannt!sie inachen große Rüstungen und suchen überall ihre Glaubensgenossen an sich zu ziehen; von Straßburg anshaben sie sich bereits an Bern und Basel gewendet, auch bei Zürich um den Beitritt geworben, aber »achnichts erreicht; jedoch besagt ein Artikel in diesem Bündniß, daß sie, wenn auch jemand, der nicht darin stbinn Hülfe anrufe, demselben Beistand leisten wollen, als ob er im Bunde wäre. Sie geben auch vor, ^enthalte ihr Bündniß, sie wollen sonst niemand schädigen noch angreifen, denn allein Kirchen, Klöster »»"deren Diener. Dieser Bund soll sich auf fünf Jahre mit dem Kaiser vertragen und demselben für Jahr «adTag gegen den Türken 40,000 Mann versprochen haben. Die Hauptleute seien alle bei einander in Augsburgund es wisse niemand, was für Pläne sie da schmieden. Diese Nachrichten, die man im Geheimen erhalte»,hat man in die Abschiede genommen, damit jedes Ort desto besser aufmerke und sich versehe, „nach u»ßrhöuschenden notdurft." I». Dieser Tag wird gehalten um über den von den sieben Orten vorgeschlagen^Vergleich des zu Bern feilgebotenen Schmützliedes halb sich zu berathen. Man hat nun auf Gefallen betObern hin beschlossen, in Baden zu erklären, man wolle dem Frieden zu lieb und um der dringenden Bi^der vermittelnden Orte willen die gütlichen Mittel annehmen und gewärtigen, wie Bern den VerkäuferDrucker jener Schrift bestrafe; es soll aber dem Vergleich beigefügt werden, daß der „Feilhaber" unehrlichunehrbar gehandelt und den V Orten Unrecht gethan habe. „Wo aber das nit", so sollen die Botenmacht erhalten, weiter nach Gebühr zu handeln, v. Da zu Tagen oft Briefe an gemeine Eidgenossendie VIII Orte einlangen, welche von den Boten von Zürich eröffnet und lange umhergezogen werden, be»^sie zur Verlesung kommen, so will man heimbringen, ob mit Zürich zu reden sei, daß es solche Briefe »»eröffnet lasse, bis man sie verhöre, «t. Da großer Mangel an geschickten Leuten sowohl geistlichen alslichen Standes herrscht, was man in diesen „arbeitseligen Läufen" besonders empfindet, so soll, damit d»Unfern auch unterwiesen werden, um den Neugläubigen Widerstand zu leisten, nach einem gelehrtengeworben, darüber Rath gepflogen und ans nächstem Tage Antwort gegeben werden, was man hierin th"'könnte, und jedes Ort inzwischen treulich Nachfrage halten, v. Wolfgang Halter von Baar, der einWirthshaus erbaut, und Hans Merenberg von Zug, der auch ein hübsches Haus gebaut hat, bitten umHeimzubringen, f. Der ans letztem Tag gefaßte Beschluß, dem Überhandnehmen der Bettler zu steuern, >t»ohne Weiteres angenommen, also daß jedes Ort die gehörigen Maßnahmen treffen soll.
«St.
HtarllS. 1539, 19. März (Mittwoch vor Judica).
Staatsarchiv Liiccr»: Actenband Nr. ZI, Abt «t. Gallen, S. ZSS.
Gesandte: Schwyz. Ulrich Aufdermaur, alt-Vogt zu Utznach; Ulrich Gupfer, Vogt im Gaster, ^des Raths.