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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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Februar 1539.

noch dulden solle, damit man weiterer Sorgen und Beschwerden ihrerwegen enthoben sei. Auf dem nächstenTag ist zu antworten, wie man dies abstellen wolle. I». Bern läßt durch seinen Gesandten, Schultheißvon Wattenwyl, eröffnen: auf dein letzteil Tage habe Schultheiß Golder im Namen der V Orte wegen einesgedruckten Büchleins einen Anzug gethan und bei diesem Anlaß Arnold Beroldinger von Uri sich geäußert'wollte man vom Anfang reden, so wüßte man wohl, wer die Bünde gehalten, und wie man Briefe undSiegel in ihr Lager geschickt, wie lang die auch an ihnen gehalten worden seien. Diese Rede verletze dieEhre Berns auf's tiefste und verdächtige die Obrigkeit, als ob sie etwas Unehrbares geschrieben oder gehandelthätte, was aber kein Biedermann werde erweisen können. Da nun Ammann Beroldinger öffentlich gesprochenhabe, so hoffe Bern, daß man ihn anhalte, die fraglichen Briefe aufzulegen oder Genugthuung zu leisten.Nachdem Beroldinger von den Boteilder übrigen vier Orte" einenVerdank" begehrt (in Allsstandtreten), nimmt Schultheiß Golder das Wort: Mail hätte sich eines solchen Anzugs nicht versehen, dennSekelmeister Tillmann habe in jenem Wortwechsel hitzig genug gesprochen; (Wiederholung aus 2. Februar t)!dies habe sie beide zu scharfer Antwort gereizt, so daß sie zu wissen begehrt, wer die Bünde an Bern nichtgehalten hätte. Weil früher verabschiedet worden, daß jedes Ort seine Anliegen gegen andere zu Tagen vor-bringen solle, und jene Äußerungen iin verschlossenenRath" gefallen, auch nur persönliche Meinungen undnicht Aufträge der Obern gewesen seien, so bitte er, dieselben gegen einander aufzuheben und zu vergessen-Bern möge null den V Orten in Betreff jenes Büchleins Antwort geben. Die Gesandten von Bern wolle»sich init dieser Erklärung nicht begnügen und bestehen darauf, daß Beroldinger, mit dem sie allein zu ihn»haben, die angedeuteten Briefe aufweise oder thue, was sich gebühre. Endlich legen sich die übrigeil Ortedazwischen und fassen nach vieler Mühe und Arbeit den Schluß: Es haben beide Theile einander zum Reden ge-reizt, was besser unterblieben wäre; Ammann Beroldinger habe jedoch nur seine persönliche Ansicht ausgesprochenund nicht gesagt, daß Bern Briefe und Siegel nicht gehalten habe; seine Rede beziehe sich auf einen Brief-welchen Bern im ersteil Cappeler Zug an die V Orte erlassen, der aber nach näherer Erkundigung unter de»Boten gar nichts enthalte, wodurch Berns Ehre gefährdet iväre, indem es bloß geschriebeil, ivas ihm wohlgebührt habe; auf andere Briefe könne sich jener Anzug nicht beziehen. Damit sollen die beidseitigen Äuß^rnngen gegen einander aufgehoben sein, also daß weder Bern noch die V Orte noch sollst jemand an ihre»Ehren benachtheiligt seien:c. Darauf eröffnet der Schultheiß voll Bern weitläufig, wie es mit deinBüchlein zugegangen. Ein Bürger habe ihm ein solches gebracht und dabei angezeigt, daß ein Unterwaldnineines gekauft und sich darüber beschwert habe; da derselbe schon nicht mehr in der Stadt gewesen, so h»"die Obrigkeit, die von dem Büchlein nichts gewußt, nichts Anderes thuil können, als sofort die vorhanden^»Exemplare aufzugreifen und zu verbrennen; dies sei geschehen, und erst einige Tage später ein Schreibeil vo»deil V Orteil eingetroffen, das sie freundlich erwiedert habe. Unterdessen habe sie den Verkäufer bei scinewEide befragt, woher die Büchlein kommen; er sage, sie seien zu Frankfurt gedruckt; er habe sie aber >» ^bestellt, auch nichtan den Tag gebracht"; die Regierung werde der Sache weiter nachspüren und den Wbaren so strafen, daß die V Orte nicht mehr zu klagen haben; sie habe in allen ihren Landschafteil M»»^erlassen, daß niemaud dergleichen Schmähschriften feilhalteil, singeil oder sprechen solle, lind daß die llbertreter gefangen, nach Bern geführt und strenge bestraft werden. Dabei weisen die Gesandten einen (gedrncrBrief", mit Sprüchen und Figuren, worunter ein Bär, vor und zeigen an, daß solche Briefe inloblichen Ort" durch Landstreicher verkauft werden, und ein Exemplar einem Burger von Bern zug^»worden sei; da könnte man auch sagen, die Herren und Obern Hütten dies ausgehen lassen, obwohl sie