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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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Februar 1539.

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seits der Abt, wenn er zur Beilegung der Angelegenheit etwas beitragen könne, diesfalls weder Muhe nochKosten sparen wolle; wolle man dieses nicht annehmeil, so möge man wenigstens dafür sorgen, daß nicht vonunruhigen Leuten etwas (Ungeziemendes) vorgenommen werde. Die von Appenzell haben dieses Anbringenbestens verdankt und geantwortet, sie wollen auf den nächsten Mittwoch einen großeil Rath halten, wie sieeinen solchen in dreißig Jahren nicht gesehen. Dabei seien sie einhellig, zu sorgen, daß bis auf den nächstenTag, den man abwarteil wolle, nichts Unnachbarliches vorfalle. Nun lasse der Abt in gleicher Weise, wiees gegen die von Appenzell gethan, auch die von St. Gallen bitten, daß sie inzwischen zur Sache redeniassen wollen; wenn der Abt etwas vermitteln könne, so wolle er keine Mühe sparen und so verhandeln,baß es der Ehre von keiner Partei nachtheilig wäre. Noch hätten die von Appenzell angezeigt, wenn sichEiner in ihrem Land zeigen sollte, der Thätlichkeiten vorzunehmen beabsichtigte, würden sie ihn so bestrafen,baß mail sehen würde, daß dieses ihnen zuwider wäre. Der Rath von St. Gallen verdankt den Gesandtenbes Abtes zu dessen und ihrer Händen auf das höchste ihre Mühe und das Erbieten, in der Sache ver-»ütteln zu wolleil. Da es aber ein so ehrverletzlicher Handel sei, daß kleine und große Näthe nicht für an-gemessen fanden, gütlich zu verhandeln, auch den XII Orten gegenüber das Anerbieten einer gütlichen Ver-mittlung abgelehnt wurde, bitte man, der Abt möge es denen von St. Gallen nicht verargen, wenn sie,nachdem die Sache so weit ins Recht gekommen, auch das Recht erwarten wollen.

«47.

Waden. 1539, 25. Februar (Dienstag nach St. Mathias).

Luc-r»: All». Absch.i.,1, k.Sbl. Staatsarchiv Zürich ! Abschiede Vd.lt, e.Ll. Staatsarchiv Bern: Allg.eidg. Absch. NN,T, 507.Kaiitonsarchiv Basel: Abschiede ISS7ISSS. K'aiitoiiSarchiv slrcidiir.,: Badischc Abschiede Vd. 10. KaiitonSarchiv Toiothurii:Abschiede Bd. »2. KantvnSarchiv Schafslianse»: Abschiede. LandeSarchiv Appenzell: Abschiede.

Gesandte: Zürich. Hans Rudolf Lavater, des Raths; Bernhard von Cham, Sekelmeister. Bern. Hans^acob von Wattenwyl, Schultheiß; Bernhard Tillmann, alt-Sekelmeister; Peter Jmhag, Venner; Chrispinsicher, des Raths. Lucern. Haus Golder, alt-Schultheiß. Uri. Josua von Beroldingeu, Ritter, alt-Land-Mnmann. Schwyz. Josef Amberg, Landammann. Unterwalden. (Niemand angegeben). Zug. Oswald Toß,Mi»a,z. Glarus. Joachim Bäldi, Landschreiber. Basel. I. Christoph Offenburger; Heinrich Rphincr, Stadt-Nhreiber. Freiburg. Hans Lanther, des Raths und Sekelmeister. Solothurn. Urs Hugi, Schultheiß. Schaff-Musen. Hans Waldkirch, alt-Burgermcister. Appenzell. Jacob (Ulrich)Broger, alt-Ammann. E.A.A. k.K6a.

Der Vogt zu Meudris schreibt: auf seiner Heimreise ab dem letzten Tage zu Baden sei sein Weibel,Schaphausen gebürtig, von einem Banditen von Mailand, Benedict genannt, der von den Boten derOrte liberirt und vergleitet sei, meuchlings erschossen worden. Der Bruder und die Verwandten des^Mordeten Weibels klagen, derselbe hinterlasse vier unerzogene Kinder und bitten um Hülfe und Rath, damit^ erzogeil werden können. Es wird nun an den Vogt geschrieben, er solle des Mörders Habe, wo erm uilserm Gebiet erreiche, zu Händen nehmen; dann wolle man den Kindern etwas zukommen lassen,m Mörder selbst solleil er oder andere Vögte, ivo sie ihn treffen, verhaften und nach seinem VerdienenMfen. Jeder Bote soll auch heimbringen, daß fortan weder Vögte noch Boten einen Flüchtling, woher ersei, liberiren noch vcrgleiten sollen, und daß man solche Leute in unfern Gebieten nicht mehr aufnehmen

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