1042
December 1538.
Die Boten von Bern behaupten, daß dieses dem Vertragsbrief zuwider sei und bitten, von dieser Forderungabzustehen, da sie die Sache ohne Recht nicht fallen lassen könnten.
Im Lucerner Abschied fehlt Ziff. 12.
Die Namen der Gesandten von Bern aus dem dortigen Jnstructionsbuch O. k. 265.
«Zt.
1538, o. 4. December.
Verhandlung einer Botschaft von Unterwalden an mehreren Orten.
Wir beziehen uns auf folgende Missive:
1538, 4. December. Bern an Basel. Dank wegen der Mittheilung über das „umbryteu derer vo»Unterwalden". Die Sache verhalte sich so: Am letzten Martini Jahrmarkt seien einige von Unterwaldenin Bern („allhie") gewesen und haben bei den dortigen „Buchführcrn" ein gedrucktes Liedlein gesehen, "bcrdas sie, wie man höre, Verdruß gehabt haben. Da dieses Liedlein ohne Wissen derer von Bern feilgehaltenworden, so habe man sofort den Buchführer berufen, ihm die Sache derb verwiesen und die noch vorhandenenBüchlein weggenommen und beseitigt. Man wolle nun erwarten, was weiter geschehe.
St. A. Bern: Deutsch Missivenbuch >V, S.ss»'
«ZT
Schwyz und Klarus. 1538, vor 7. December.
Verhandlung einer Abordnung der Toggenburger mit den Rathen von Schwyz und Glarus.Beim Abgang anderer Acten müssen wir uns auf folgende Missiven beschränken:
1) 1538, 7. December (Samstag nach Nicolai). Landammann und Rath zu Schwyz an den Abt vonSt. Gallen. Den Vortrag der Toggenburger nebst der Schrift des Abts habe man auf Samstag nach Lucia(14. December) an einen höhern Gewalt gewiesen. Stistsarchw St. Gallen: Rubril nxxxv, Toggcnburg im Allgemeinen, F»sc>°a-
2) 1538, 9. December (Montag vor Lucia). Landammann und Rath zu Glarus NN den Abt vonSt. Gallen. Sein Schreiben und die Abordnung der Landlcute aus der Grafschaft Toggenburg habe manverstanden und wolle die Sache an einen höhcrn Gewalt gelangen lassen.
Stiftsarchiv St. Gallen: Rubril I.XXXV. Toggenburg im Allgemeinen, Fasc-
«SZ.
Lucern. 1538, 10. December (Dienstag nach Nicolai).
Staatsarchiv Lucer»: Allg. Absch. 0.i, k.sr«.
Tag der V Orte.
». Dieser Tag ist angesetzt wegen des „inderlappischen" Schmachliedes, das nicht allein Nnterwaldi^sondern alle Altgläubigen gemeinsam berührt. Es wird nun beschlossen, das Lied mit einem frenndlichcn Schw^nach Bern zu senden und dessen Antwort zu begehreu. Je nach deren Inhalt soll dann Lucern einen and^'Tag ausschreiben, auch Freiburg, Solothnrn und Wallis dazu laden und denselben den Verlauf der