1t) 14 September 1538.
Schreiben habe der Bischof sich erkundigen wolle», wann dort Landtag gehalten werde. Tiefer nun falle aufden 10. September. Der Bischof bitte darum Bern freundlich, seine Gesandten auf angezeigten Tag früh inMünster zu haben, um gemeinschaftlich zu handeln was beide Theile für Abtilgung dieser unchristlichen, „ver-dammten" Secte angemessen erachten. St.A. Ben,: Bischof Basel Buch, Mimsterthal I. L, 247.
2) 1538, 13. September. Bern an den Bischof. 1. Sein Bote werde ihm berichtet haben, wie dervon Bern (gegen seine Obern) auch gethan, was sie zu Münster in Granfeldcn wegen der Wiedertäuferverhandelt und verabschiedet haben. Man bedaure, daß die Angehörigen des Bischofs daselbst, die sich derReligion und Reformation derer von Bern berühmcn, so ärgerlichen Lebens und Wesens erfunden werden.Das komme von der Fahrläßigkeit der Amtsleute, die, weil sie selbst ärgerlich leben, Andere nicht strafendürfen. Man bitte daher den Bischof, andere Amtsleute zu verordnen, die derselben Religion günstig seien.Dabei sei es nicht die Meinung, daß man dem Bischof oder dem Propst und Capitcl in Betreff äußer-licher, Leib und Gut beschlagender Dinge etwas benehmen wolle. 2. Die beiden Boten hätten verabredet,denen zu Münster, welche die Reformation angenommen, „Artikel" vorzuschreiben. Wenn dem Bischof diesesgefällig sei, so sei man ebenfalls erbötig, solches in Gcmäßheit der Mandate, die Bern zur Ausreutung dertäuferschen Secte erlassen hat, vorzunehmen, wozu sich die von Bern in Folge des Burgrechts und weil ihreBürger ihre Religion und Reformation angenommen haben, für verpflichtet halten. Bern glaube daher, mansollte durch beiderseitige Botschaften die Leute besuchen und ihnen die ermähnte Meinung vorhalten, wozues den Bischof um Ansehung eines Tages bitte.
U>iö«m, S. SS«! auch Deutsch Missivenbuch VV. S. 7Sl, mit dem Datum vom I«. September,
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Wotweit. 1538, 12. September (Donnerstag nach Maria Geburt).
Staatsarchiv Luccr» : Acten Rotweil.
Gesandte: Im Namen Friedrichs, Grafen zu Fürstenberg, Heiligenberg und Werdenberg, Landgrafenzu Bar: desseu Söhne Wolf und Egon, Grafen zu Fürstenberg. Im Namen gemeiner Ritterschaft deSSt. Georgenschilds im Hegau und für sich selbst: Hans von Schellenberg zu Hüfingen; Hilgen vonReischach zu Stoffeln; Pancratz von Stoffeln zu Stoffeln. Zürich. Hans Rudolf Lavater, alt-Vogt zu Kyburg!Hans Keller, Baumeister. Lucern. Christoph von Sonnenberg. Zug. Haus Wölfliu, Sekelmeister. Schaff-hausen. Konrad Meyer, Zunftmeister, „alle von unfern Herrn und oben, gesandte rathsbotschaften". Ulrichund Jacob von Laudenberg von der Breitenlandenberg. Berchtold von Schellenberg.
Zwischen Burgermeister und Rath der Stadt Rotweil einerseits und Hans von Laudenberg von derBreitenlandenberg zum Schramberg und dessen Söhnen Christoph, Rudolf und Hermann anderseits waltet einSpan, weil die von Landenberg beglauben, daß die von Rotweil ihre freie Jagd und hohe Obrigkeit aufGrund und Boden derer von Landenberg zu weit ausdehnen, wobei am 30.Juni und I.Juli (Sonntag undMontag nach Peter und Paul) zu Sulgen und Heiligenbronnen Übergriffe geschehen seien. Tagegen be-haupten die von Rotweil, an diesen Orten freie Jagd, Recht und Obrigkeit zu haben, und beklagen sich, daßsie von denen von Landenberg mit Droh- und Schmähschriften und Worten angetastet worden seien. DieserStreit wird von den genannten Gesandten und übrigen genannten Schiedleuten, um weitere schlimme Folge»zu vermeiden, mit Mühe dahin veranlaßt: I.Für alle Klagen, welche die genannten Parteien gegeneinanderhaben, sollen sie auf vier unparteische Männer kommen, von denen jede Partei zwei wählt. Diese sollen in