976 Mai 1538.
Hand ist. ,R. Die Boten kennen den abermaligen Anzug in Betreff der armen Leute ab der Rivier wegender Kaufmannsgüter. Man hat den Bollenzern zugeschrieben, daß sie die armen Leute auch „dienen" lassensollen, da sie doch die Straße bis zum Klösterli erhalten müssen, oder sie sollen in vier Wochen einen Freiheits-brief zeigen, daß sie dieses nicht zu thun schuldig seien. «. Da Vogt Planzer drei Mal herausbeschickt wordenund die daherigen Kosten verlangt, so soll man dieses hinter sich bringen, um ihm eine Antwort geben znkönnen, an die er kommen kann. Man soll auch der Kosten gedenken, die er in „Churwalchen" gehabt, vondenen einzelne Personen beglaubten, die Obern der Orte werden sie bezahlen, der Vogt sie aber an der „Nachbar-schaft" fordert, wobei es geblieben ist. f. Zu gedenken der Bitte von Kammenzinds Verwandten, daß man ihrcinFreund, der den Küchler erstochen, helfe, daß er wieder nach Gersau kommen könne. K. Die Obern sindzu berichten, was wegen des Verkündens in Betreff des von Kammenzind verübten Todtschlags nach Lucerngeschrieben wurde. I». Vogt Planzer hat vom Decan das ihm Auferlegte nicht eingezogen und der Decanihm geantwortet, er sei mit den III Orten übereingekommen. Wenn die zwei Orte bis am Samstag nichtsAnderes an Schwpz schreiben, so ist abgeredet, daß dem Vogt Büeler die Sache übertragen sein solle.
S8S.
1538, nach 27. Mai.
Verhandlung einer Gesandtschaft der Stadt St. Gallen in den Orten Zürich, Bern, Lucern, SchwyZ»Zug uud Glarus.
Wir können nebst dein, was aus den Abschieden vom 3. und 5. Juni sich ergiebt, nur folgenden Be-schluß mittheilen:
1538, 27. Mai. Der große Rath der Stadt St. Gallen erkennt: in Betreff der Reden, die JacobBücheler an der Maiengemeinde zu Appenzell über die von St. Gallen gethan, soll man den ganzen Verlansin Schrift verfassen und Boten an die sechs Orte schicken, diesen die Angelegenheit vorzutrage» und sie u»>Rath zu bitten. Als Gesandte werden gewählt: nach Bern, Lucern und Schwyz: Gregor Gerung und UlrichHochrütiner; nach Zürich, Zug und Glarus: Ambrosy Eigen und Hermann Schirmer.
Stadtarchiv St.Galle»: NathSbuch WS»—U"I.
SS«.
Wern. 1538, 31. Mai und 1. Juni.
Staatsarchiv Bern: JnstructionSbuch v, f. SW.
Tag zwischen Bern und Solothurn.
Gesandte: Bern. (Bernhard) Tillmann, alt-Sekelmeister; Peter Jmhag; Hans Rudolf von Graffenricd,Venner; Sulpitius Haller, alle des Raths; Peter Cyro, Stadtschreiber. Solothurn. (Urs) Hugi, Schultheiß»(Urs) Schluni, Venner; der Stadtschreiber (Georg Hertwig).
Unlängst ist eine Botschaft von Solothurn vor Rathen und Burgern zu Bern erschienen. Es wurdedamals vereinbart, zu freundlicher Belegung der waltenden Späne den gegenwärtigen Tag zu besuche"'Nachdem nun zuerst die Boten von Solothurn in Kürze ihre Klagepunkte benennt und auf diesfälliges Be-fragen der Boten von Bern erklärt hatten, daß sie dermalen keine weilern anzubringen haben, sondern vorerst