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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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960
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960 April 1538.

Briefe, als aus den von Capito und Bucer auf diesem Tag gehaltenen Relationen habe man verstanden,daß ir den Handel diser heiligen einigkeit wol und gut gcmcincnd und mit hinlegung aller voriger scherpfeund Verdachts in thrüwen zefürderen begerend, desglychen ouch unser zu Basel gesteltc confession zusamptdaruf gefolgeter declaration, wie wir üch die schriftlich zugeschickt, zu gutem gefallen annemend; sagend deßhalbwir gott, dem vater alles fridens und einigkeit, siner göttlichen gnaden und gute höchsten dank, daß ersich unser so gnedenklich erbarmet, ouch sin gnad zu disem gottseligen heiligen werch so rychlich mittheilt unduns in disen einmütigen verstand gnedenklich zusammen fürt und bringt; dann wir ja allwcg mit hertzen undin ganzen thrüwen einigkeit der kirchen Cristj höchst unsers Vermögens zesuchcn und zefürdern, ouch mit u. e.und allen gott liebenden cristen friden zehaben geneigt und bereit gewesen und noch sind, deß u. e. sich sicherlichzu uns getrösten sol. Diewyl wir ouch der artikel halb vom ußerlichen wort und touf sechend, daß u. e.keinen mißverstand findet, als wir dann ouch keinen spüren mögend, und darneben by dem artikel des hei-ligen sacraments des lybs und bluts Cristj verstanden, daß ir noch nie geleert habint, ouch noch nit leerind,daß Cristus vom himel, von der rechten Hand gottcs sines vaters hernider und uffare, weder sichtbarlich nochunsichtbarlich, und also (wie ouch wir) vest by dein artikel des gloubcns,ufgefahren gen himel, sitzend zuder gerechten Hand gottes, von dannen zukünftig ?c." belybend und keiner uffart noch niderfart, die da ge-schechen sölle, gedenken und also kein gegcnwürtigkeit und nießung des lybs und bluts Cristj im heiligenabentmal setzend, us deren etwas volgete ald volgcn, daß der waaren mentschwcrdung und himelfart Cristj,siner himelschen glorj, den artikel» unsers Cristenlichen gloubcns noch anderen orten der geschrift widcrig aldin cinich weg entgegen sin möchte; wir ouch dargcgen nie wellen, daß im abentmal allein bloße oder lärezeiche», sonder ouch der lyb und das blut des Herren empfangen und genossen werde, also daß diß an imselbs allein durch das glöubig gmüt warlich begriffen und empfunden werd, alles lut und sag, ouch nachinhnlt, uswysung und vermöge gedachter unser confession und declaration, üch uff schmalkaldischen tag zwgeschikt, by deren wir unsers teils nochmaln styf und unverrukt belybcnt: so könnend wir nunmeer anders nitsechen noch befinden, dann daß wir (gott Hab lob) im verstand und rechter substanz mit einander» eins undzu gutem friden, ouch kein stryt meer Witschend uns syge, dann daß uns gott in waarcr einigkeit zusammengeholfen habe, dem wir lob und dank sagend in ewigkcit." Versprechen, Alles zu beobachten, was zur Er-haltung und Mehrung wahrer Concordie dienlich sei und allen bisher gewalteten Unwillen fallen zu lassen,u. s. w. Abgedruckt bei Stettler I.e., S. 107. Das Schreiben ist datirt vom 4. Mai.

Zu <1 und Ii. Der Abschied enthält am Schluß das Concept für das Schreibenan die Churfürstenund Fürsten von Sachsen und Hessen" w. Dasselbe, datirt vom 4. Mai, bietet nichts Neues von Erheblichkeit.Abgedruckt bei Stettler I. e., S. 108.

S8t.

Mern. 1538, 30. April.

Verhandlung zwischen Bern und Freiburg.

Wir sind auf folgende Missiven angewiesen:

1) 1538, 1. Mai. Bern an Freiburg. 1. (Bericht über Entfernung des Wappens derer von Freiburgin Sassel). 2. Betreffend die Beschwerde, welche die Gesandten von Freiburg in Folge eines von dort er-haltenen Schreibens gestern vorgetragen haben, nämlich darüber, daß die von Autafond nach Petcrlinge»berufen worden seien, habe man gebührende Antwort gegeben. Nun sei man berichtet, daß nichts geschehe»sei, als wozu man laut Abschieden, Vertrag und Erkanntnisscn Fug und Recht hatte.

St.A.Aern: D-»tsch Missiv-nbuch >V. S.«s».