934 Februar 1538,
2) 1538, 27. Jaimar. Bern an Basel, vr. Martin Luthers Antwort und die Schriften von denHeimlichen zu Straßburg und Capito und Bucer habe man erhalten, den Vorstehern und Dienern des WortesGottes zu lesen gegeben und freue sich sehr darüber und lobe Gott, daß Luthers Antwort so ausgefallen.Zu endlichem Abschluß der vorgenommenen Concordie finde man erforderlich, daß die „eidgenössischen Kilchen"sich versammeln, zu welchem Ende Basel einen Tag in dortige Stadt ausschreiben möge.
St, A. Bern: Deutsch Missivenbuch >V, S.S97.
3) Zürich ittstruirt für sachbezllgliche Verhandlungen auf diesen Tag. Seine Gesandtschaft soll denender andern evangelischen Städte anzeigen, daß man mit vr. Luthers Antwort betreffend die christliche Co»-fession und Vereinung wohl zufrieden sei „diewyl die ires bedunkens getrüw, einfältig, christenlich und fürsich selbs heiter gnug, ouch unser confcssion nit zewider sige." Zürich beantrage eine gemeinsame Antwortan Luther, worin (in angegebener Weise) erklärt würde, wie man seinen Artikel in Betreff des Sacramentsverstehe und somit, wenn dieses seine Meinung sei, mit ihm einig gehe, wobei man sich an Verschiedenheitder Formen nicht stoßen werde, u. s. w. St, A. Zürich - Jnstructionsbuch irzs—«s, r, iss,
4) 1538, 11. März. Basel an Bern. Die Gesandten von Basel, welche ab dein letzten Tage Z»Baden gekommen, haben berichtet, wie Zürich und Bern auf das letzte Schreiben Luthers zu antworten g^'denken. Man habe die Sache in wiederholte und fleißige Bcrathung gezogen und theile hier ebenfalls eine«Entwurf für ein solches Antwortschreiben mit. Es wird weitläufig erörtert, warum dieser Entwurf von den'Zürcher Entwurf abweiche. St. A.Bern: Kirchliche Angelegenheiten ISS«—so.
5) 1538, 21. März. Bern an Basel. Die Entwürfe von Basel und Zürich für eine Antwort aufdas letzte Schreiben von vr. Luther habe man erhalten und geprüft und finde de» von Basel „unvergriffe»'licher," weßhalb man diesen (mit einem kleineu Zusatz) annehme und nun Basel ersuche, um die Sache zubeschließen, einen Tag nach Zürich anzusetzen. St.A.Bern: Deutsch Missivendu-h >v, S.ss»,
SSZ
Mern. 1538, 4. Februar.
Verhandlungen zwischen Bern und Frei bürg.
Gesandte-. Freiburg. (Ulrich) Nix; Claude von Montenach.
Wir sind auf die Mittheilung folgender, wenig zureichender Beschlüsse verwiesen:
1538, 31. Januar. 1) Näthe und Burger zu Freiburg beauftragen in Betreff ihrer Anstände mit ihre»Mitbürgern von Bern wegen des Gotteshauses Peterlingen die genannten Boten „hinüber" zu gehen und ö"verhandeln. K, A, Freiburg: Rathsbuch Nr, SS.
2) Die bezügliche Instruction für die Gesandten von Freiburg geht dahin: 1. Nach Verhör derBern auf den Vortrag der Gesandten von Freiburg ertheilten schriftlichen Antwort und der bezüglichenschiede habe man sich entschlossen, die 30 Pfund Zins zu Prangin und Biry (Biere), nebst dein entsprechend^Hauptgut, welches die von Bern deßwcgen ansprechen, weil die Schuldner hinter ihnen sitzen, ihnen vcr»folgen zu lassen, wenn sie hinwieder die Zehnten auf dein Gebiet derer von Freiburg diesen anheimgebe"'wogegen sie an die 200 Pfund, die jedem Priester geordnet worden, um so mehr beitragen und für gütb^Beilegung der andern Punkte um so geneigter sein werden. 2. Wird dieser Gegenstand in diesem S'""erledigt, so will man die andern Punkte annehmen, wie sie berathen worden, mit Ausnahme jenes wege»des Grafen von Greyerz, gegen den schon die Boten, die zu Murten gewesen, protcstirt haben. 3. In diese"'Falle sollen sich auch die Gesandten erbieten, mit denen von Bern nach Murten zu reiten und dort die A