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begehrten und »othwcndigen Coneiliums" den Eidgenossen anzuzeigen, nicht so frühe ausrichten können, alser gewünscht, weil er einen weiten Weg zum römischen König und andern deutschen Fürsten zu machen ge-habt, und bitte deßhalbmm Entschuldigung. Der Papst habe nämlich, um die großen Trübsale, Spaltungen,Jrrthümer und Kriege in der Christenheit abzustellen, nach langer Erwägung der Umstände kein besseresMittel gefunden, als ein Concilium auszuschreiben, und schon letztes Jahr, ans Ansuchen des Kaisers undanderer Fürsten und mit Einwilligung der Cardinäle zu Rom am hl. Psingsttag ein Concilium ausrufenlassen, mit allen Solennitäten, die dazu erforderlich seien; wiewohl diese Ausrufung an sich genügte, so habeder Papst doch nichts unterlassen wollen, was seinem Amte zustehe, und zum Beweise seiner väterlichen Liebefür die Eidgenossen ihn als Gesandten abgefertigt, um sie einzuladen, durch ihre Sendboten das Conciliuinzu besuchen und ihrerseits anzubringen, was sie zu Gutem gemeiner Christenheit dienlich erachten. Es werdedasselbe bald stattfinden und der Ort auch angezeigt werden; denn es walten jetzt wichtige Bedenken, das>selbe in Mantua abzuhalten. Der Papst wäre übrigens längst zur Vollziehung bereit gewesen; aber der Einfallder Türken in Apulien, Sicilien und Neapel habe ihn daran gehindert; nun sei derselbe durch die vereinigteMacht des hl. Stuhls, des Kaisers und der Herrschaft Venedig und mit der Hülfe Gottes bezwungen, lindum ähnlichen Überfällen künftig zu begegnen sei nun zwischen dem Papst, dem Kaiser und Venedig einBündniß geschlossen worden. Bereits haben die kaiserlichen Gesandten um die Hülfe der Eidgenossen ge-worben, und im Namen päpstlicher Heiligkeit wolle auch er sie ermahnen und bitte», ihre Würde und ihrenRuhin zu bedenken, ihren: Amte gegen die christliche Kirche genug zu thun und ihr Kriegsvolk gegen guteBesoldung zu diesem Unternehmen nicht zu verweigern. Der Papst werde dafür nicht undankbar erfundenwerden. Der Gesandte müsse wichtiger Geschäfte wegen sogleich nach Rom zurückkehren und ersuche Lucern, alsdas vornehmste unter den alten christliche!: Orten, dieses Airbringen auch deir andern mitzutheilen.
Die Rückseite gibt das Datum des „Vortrags" übereinstimmend mit den: Schreiben auf VigiliaAndrea an.
SSV
Maden. 1537, 6. December.
Staatsarchiv Lucern: Allg. Absch. I..I, k. 112. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd.is,k.27i. Staatsarchiv Bern: Nllg .eidg .Absch .UN, S.»5d>KantonSarchiv Treib,irg: Badische Abschiede Bd. IS, k. 4Zb und 4SI. jkantonSarchiv Svlothiir»: Abschiede Bd. 21.
jtantonSarchiv Schaffbalisc»: Abschiede.
Gesandte; Zürich. M. Hans Haab, des Raths. Bern. Bernhard Tillmann, alt-Sekelmeister ; JacobWagner, Venner. Lucern. Hans Golder, alt-Schulheiß. Ur i. Josua von Beroldingen, Ritter, alt-Landamina»»'Schwyz. Hironymus Schorns, Pannerherr. Unterwalden. Niklaus Wirz, Pannerherr undSekelmeister. Zug-Martin Boßhart von Baar, des Raths. Glarus. Hans Aebli, Landammann. Basel. Meister Theodor Brand!Leonhard Meyer, Oberst-Zunftmeister, des Raths; Heinrich Ryhiner, Stadtschreiber. Freiburg. Hans Reif,des Raths. Solothurn. (Niemand). Schaffhausen. Haus Waldkirch, Burgermeister. Appenzell-Hans Goldiner, des Raths. — E. A. A., 1. 62 b.
». Der Landvogt zu Baden zieht an, daß etliche in der Grafschaft Zinse, die sie in rheinischem Goldentrichten, gerne mit Münze ablösen möchten, weil sie das rheinische Gold nicht „ankommen" (finden) können-Heimzubringen und auf nächstem Tage zu antworten, was man für einen rheinischen Gulden geben undnehmen solle. I». Auf das ab letztem Tage an den König von Frankreich erlassene Schreiben antwortet der-selbe (aus Carignan ^Grafschaft Saluzzo?s mit Zuschrift vom 23. November). Auch Herr von Boisrigaubschreibt (aus Solothurn vom 3. December) und meldet unter Andern:, daß in: Laufe dieses Monats die Ge-