868 Juli 1537.
„Es ist überkomm worden mit den houptlüten von Eydtgnossen, dero namen hienach volgend, als näm-lichen die sollend und wellend in dem küngkrych Frankrych bliben, daß jeder under inen jedes monats houptmans-stat, das sind nün söld, haben sol; es sol ir bezalung uf ersten nechstkoinenden aller heiligen Tag anfachen, undwann der küng Eydtgnossen bruchen wil in sinem dienst, alsdann söllend (sy) sovil und manigmals pflichtigsin, im Mich Eydtgnossen, da dannen (sy?) bürtig, (ein?) zal zu füren, je nach dem durch den küng an-gsechen oder (durch) sine anwält bevolchen wirdt. Sy füllend ouch dienen und sich wider und gegen men-klichen bruchen lassen, usgnomen mine Herren Eydtgnossen, ir obern. Die gemelten houptlüt söllend ouchnützid ernüwern noch bereden, die (das?) die religion und der kilchen bruch in Fraukrych bishar geübt, an-treffen möcht. Die obberürten houptliit söllend ouch nit gemelten dienst ufgeben noch verlassen, biß zu enddes kriegs; darby söllend sy nit us Frankrych und des (dessen) dienst ziechcn an urloub des küugs, desgrandmeisters oder ander siner anwält. Die houptlüt söllent ouch in des küngs gehorsain leben wie anderdiener sines hußgesinds oder Hofs, und berürend ordt und end, da die houptlüt bliben, söllend sy wonen instetten, flecken oder by des küngs person, als (wo?) er sin mag oder durch in geordnet wirt.
Sind das der houptlüten namen:
Romanus Erb von Uri, Kaspar Gyßler idem; Wolf Erler von Schwitz; Bastian Kretz von Under-walden, Anthony Huser idem; Kaspar Gallati von Glarus; Kaspar Werly von Fryburg, Jacob Wycht idcnüKaspar Ring von Schaffhusen, Thoman Spiegelberg jdem; Oppeli Tobler von Appenzell; Hans Junker vonRapperschwyl; Hans Kaltschmid von Keyserstul; Uli Brunner von Lachen; Offriou Vonwyler von Wyl!Jacob Fuchsberger von Notwyl; Kunrat Brüllisawer us dem Rinthal. Summ xvij houptlüt. Beschechen Z»Lyon uf den xx tag octobers m. vc xxxvj. Dangerant."
„Harnach stand die namen, so in des Herren brief stand und versiglet Hand:
Bastian von Dießbach, Marx Boßhart, Heinrich Schönbrunuer, Francisc Studer, Authoni uf der Mw,Wolff Hütschj, Hans Hug, Hans Brunner, Sebastian Giel von Gielsperg, Uly Kennet, Friederich Steiner,Hans Heinrich Krafft, Christoffel von Wartcnse, Thüring Göldle, Thürs Schlunj (?), Hans Pruntz."
Die Verschreibung ist abgedruckt in Zellwegers Urkunden Nr. 794.
Zu i'. Die Gesandten des Abts sind: Othmar Gluser, Statthalter zu Wyl, und Martin Geyser, desRaths zu Schwyz, des Abts Hauptinann. SiisiSarchiv St. Gallen: Rubril I.XXXV, Toggenbuig im Allgemeinen, Fase. «9.
Die beuützte Quelle ist eine Instruction an die Genannten, ohne Datum; sie erwähnt des fruchtlosen Tagszu Wyl und ist für einen nachfolgenden Tag nach Baden berechnet; Archivdatum: aä 16. Juli 1537.
Zu q. Der Schwyzer Abschied redet einfach von „Kronen" und fügt dem Beschlüsse bei, es solle kei»Ort Gewalt haben, ohne (Zustimmung) der andern, die „höcher oder nächer" zu rufen.
Zu db. 1) Die Basler Instruction beauftragt die dortigen Boten, die von Jacob Jöichdenhammer u»dNiklaus Stamm, früher zu Wettingen, eingereichte Supplic den VIII alten Orten vorzulegen und sich dafürzu verwenden, daß man die Genannten ruhig bei ihrer Competcnz belasse. n .A. Basel: WWed-i6Z7—Z9.
2) Beim Basler Abschied vom 28. November 1536 lose beigefügt liegt ein datumloser Brief von JacobJöichdenhammer und Niklaus Stamm, wahrscheinlich an den Rath zu Basel, folgenden Inhalts: Ein Schreibender VIII alten Orte ab dem letzten Tag zu Baden verlange, daß man die Briefsteller vermöge, einige Pra°dicaturen zu versehen, welche der Abt von Wettingen ihnen anzeigen werde. Sie würden gerne dem Gottes'Hause Wettingen dienen und insbesondere das Predigtamt versehen, wenn sie hiezu tauglich wären. Abc)weder hiefür, noch für die Spendung der Sacramente seien sie „geschikt und togenlich." Die besteihrer Jugend nämlich sei im Gotteshaus Wettingen so „verzerrt" worden, daß sie zum Studiren nicht Mnicht angehalten, sondern, wenn sie die Wahrheit sagen sollen, mit allem Ernst davon abgehalten wordc»seien, indem inan sie für allerlei Aemter in der Haushaltung zur Besorgung zeitlicher Dinge gebraucht hab^Bei ihrein Austritt aus dem Kloster habe man ihnen auch nicht auferlegt, sich dem Studium zu wid»u'0-