Druckschrift 
4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
Seite
867
Einzelbild herunterladen
 

Juli 1537.

867

"uf zwei Pfründen, wodurch sie in und außerhalb der Stadt hinreichend versehen seien, so daß der Abt be-raube, der Pfarrer könnte aus dem Theil des Pfarrgutes, den er bisher für den Prädicanten verwendete,>ur sich Helfer bestellen; könne dieses nicht platzfinden, so möge wenigstens verfügt werden, daß der>Mrer nicht soviel wie bisher für den Prädicanten auswerfen müsse, da jener alle Kosten zu tragen habe.^ wird hierauf beschlossen, der Landvogt soll den betreffenden Abschied und den Landfrieden vor sich nehmen.Parteien verhören und ihren Streit entscheiden, wie ihn billig und recht bedünke. Diesem Spruche soll

üachgelebt werden. a.A.?hurga>>: Miscellen, Fiauens-Id betressend, Bd. I. S.LI«. B-sirg-It vom Landvogt zu

Baden, Andreas Schmid. (Copie).

Der Spruch des Lnndvogts erfolgt nw 27. Juli (Freitag nach St. Jacob). Ebendaselbst, S. 217.

Verhandlung wegen zweier Wettinger Mönche; siehe Note.

Lv» Verhandlung betreffend Sibille Schenkenpürlin; siehe Note.

Verhandlung der evangelischen Städte über ihr Verhältnis) zu den Ständen des schmalkaldischen-Sundes; siehe Note.

«v. Weisung an den Landvogt zu Baden, daß er an den Fähren das Überführeil der Reisläufer ver-> siehe Note zum Abschied vom 8. October, I».

Im Zürcher, Berncr und Baslcr Abschied fehlen n, q, t; im Schwyzer n, r; im Freiburger n, ii,i'; im Solothurucr i», » ; im Schaffhauscr n, »», r; s aus dem Zürcher, Berner und Schaff-hauser Abschied; t aus dem Freiburgcr; n aus dem Schwyzer; v, aus dem Bcrner; x, ^ aus dem^olothurner. Der letzte Satz von Ic, betreffend die Stimmung der V Orte gegen Bern, ist dem Berner Abschied eigen.

Im Schwyzer Abschied hat eine neuere Hand das etwas verblichene Jahresdatum mit xxxv restaurirtund übereinstimmend damit der Archivar den Umschlag mit IS. Juli 1535 überschrieben; ein anderes Archiv-utum giebt sogar die Jahrzahl 1530. Das Gesandtenvcrzeichniß im E. A. A. gicbt die Gesandtenl'w Zürich und Glarus nicht. Den Namen des Zürcher entnehmen wir aus dortigem Justructionsbuch153543, t. 158.

Zu Ic. 1) Die Lucerncr Sammlung enthaltet zwischen dem Abschied vom 24. April und 12. Juni 1537unter andern Acten einen Vortrag des kaiserlichen Botschafters Marnold, datirt Luccrn den 14. Juli. EineU'chivübcrschrift a toi-Ao bezeichnet ihn als Vortrag vom 16. Juli; eine Randglosse fügt das Datum vomJuli a». Sein Inhalt geht dahin: Mitthcilnng der Briefe des Kaisers. Die Ankunft des Türken sei nun!W>viß, zeitig vM Frankreich schäme sich nicht, öffentlich zu sagen, dies gefalle ihm, und mache sich

enieu Ruhm daraus; deßgleichen seine Diener. Er wolle nun Knechte der Eidgenossen, um mit dein einenHilfen nach Italien, mit dem andern nach Navarra und Catalonien zu ziehen, erwarte dort die Armada desMärken und gedenke seine Flotte zu Marseille derselben anzuschließen, damit der Kaiser in Italien keinenWiderstand thun könne . . . Die Eidgenosse» mögen nun in ihrem Gewissen erwägen, ob es mit ihrer Ehrelind der Wohlfahrt des Vaterlandes verträglich sei, dem Franzosen in dieser Zeit ihre Unterthancn zuziehen»u lassen; wenn sie auch geduldet haben, daß voriges Jahr ei» Aufbruch nach Frankreich geschehen, so könnenße es wenigstens jetzt nicht entschuldigen, wenn die Ihrigen gegen den Kaiser zögen. . Diesem thätc eswahrlich leid, gegen sie kämpfen zu müssen; daher mögen sie verhüten, daß ihre Leute dem Franzosen dienen;e>u> solüx,, sjx diesem solche Gunst erweisen, so müßte man glauben, sie selbst hätten zu dein unseligen Vor-Mben des Türken ihren Willen gegeben, was nicht zu glauben sei. st.A.Luc«,,.-Mg.Abs<h. i, i. c.2v.

Ein ähnliches Schreiben mit Mehrere»! an Basel (oder alle Orte) vom 18. Juli in K. A. Basel;Abschicdeschriftcn 14341590.

2) Beim Lucerncr, Berner. Baslcr (hier aber versetzt zum Abschied vom 6. November 1536), Solothurner""d Schaffhauscr Abschied ist die berührte Verschreibung abschriftlich beigelegt. Wir geben sie wörtlich: