764 September 1536.
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ZZasel. 15Z6, 25. September.
Staatsarchiv Zürich: Acten Religionssachen. KantonSarchiv Schaffhausen: Abschiede. Stadtarchiv Biel: Abschiede 1534—1597.
Gesandte: Bern. Meister Kaspar Großmann; Peter von Werd. (Andere unbekannt).
„Abscheid des tags zu Basel durch der christenlichen orten und stetten loblicher Eidgnoschaft, namblichZürich, Bern, Basel, Schaffhusen, Sanct Galleu, Mülhusen und Biel ersam botschaften unddiener des Herrn Wortes geleistet, darzu den erbaren stetten Straß bürg und Constanz sampt ivelschemNüwenburg ersam ratsbotschaften ouch beschriben, die sampt ihren Predigern des euangelii erschinen sind."
1. Da dieser Tag vornehmlich zu dem Zwecke ausgeschrieben und besucht worden ist, über die Artikel derConcordie, welche Dr. Luther, Dr. Capito, Martin Nutzer und andere Gelehrte zu Wittenberg aufgesetzt haben,sich im Herrn zu vereinbaren, so hat Herr Butzer zu Anfang jene Artikel erläutert, um darzuthun, daß dieselbender im letzten Februar zu Basel gemachten Confession und den Schriften Oekolampads und Zwinglis „ganzähnlich" und nicht zuwider seien, und daher begehrt, daß die Obrigkeiten und Diener am Worte des Herrnihnen solche gefallen lassen und zur Förderung christlicher Wahrheit und Einigkeit „sich denen suscribirenwollten." 2. Darauf hat jeder Bote seine Instructionen eröffnet, die nun in der Hinsicht einhellig sind, daßman allerseits, so weit es mit Gott und unverletzter Wahrheit und ohne Argerniß der Kirchen möglich ist, dieangefangene Concordie von Herzen zu fördern wünscht; aber im Übrigen stimmen die Befehle nicht zusammen.Deßhalb sind auf Verordnung gemeiner Boten die Prädicanten der obgenannten Städte zusammengesessen,um die fraglichen Artikel und unsere Confession sammt den Lehren Oekolampads und Zwinglis zu vergleichenund gründlich zu erdauren. Nachdem Martin Butzer schließlich seine mündliche Erklärung der Artikel in einerSchrift übergeben, und gemeine Prädicanten schriftlich darauf geantwortet und Alles den Boten vorgebracht,haben diese die Erläuterung Nutzers und die erfolgte Antwort in den Abschied genommen, um Alles an dieHerren und Obern zu bringen. 3. Und weil an dieser Concordie gar viel gelegen ist, die Sache aber nichtwohl in die Länge gezogen werden kann, so wird auf Sonntag nach Martini (12. November) ein andererTag nach Basel angesetzt, wo die Botschaften der hier versammelten Städte erklären sollen, wie sich jederTheil in (der Frage der) Unterschreibung der Artikel verhalten wolle, „damit diser gottseliger fridenhandclein mol zu end gebracht werde."
Die Namen der Berner Gesandten ans dortigem Jnstructionsbuch 0, k. 87.
Zu 1 und 2. Die Bieler Abschiedesammlung enthält vor dem Abschied vom 14. November 1536 de»Vortrag der Straßburger, 16 Folioseiten stark. Die Autwort der „Diener des Wortes gottes aus der Eid-genossenschaft," wie solche dem Vortrag angehängt ist, geht dahin: Man habe verstanden, daß durch die witten-bergischen Artikel die zu Basel aufgestellte Confession weder geschwächt, noch umgekehrt werde, „desglich diewäre menschheyt mit samt der liplichen himelfart Christi u. h. der nit in diser zerbrüchlichen weit fleischlichwont, sonder in sinem himelischen wäsen blipt, und daß er, unser Herr Jesus, so in der gmcind das heilig»achtmal nach rechter ordnung Christi gehalten und usgetcilt wird, an im selbs allein durch das gleubiggmiet warlich genossen und empfangen wirt, ouch unser leer nie gewesen, daß in dem bruch des hl. nacht-mals nützit dann win und brot sige"; man habe sich daher gefreut und Gott gelobt, da man hoffe, durchsolche Mittel zu einer guten Concordie zu kommen. Da man aber ohne bestimmte Vollmacht Seitens derObern und der Kirchen sei, so habe man alles Verhandelte in den Abschied genommen.
Stadtarchiv Biel: Abschiede lbZt-S7.