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August 1536.
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Appenzell. 1536, 13. August.
Verhandlung eidgenössischer Gesandter mit der Landsgemeinde von Appenzell.
Zur Ergänzung dessen, was wir über diese Verhandlung aus dem Abschied vom 31. Juli ^ wissen,erlauben wir uns, die urprosaischen Quellen, aus denen wir bisher unsere Mittheilungen schöpften, auf einenAugenblick mit einem Stück Poesie zu unterbrechen. Der Mangel anderwärtiger Acten und die Qnalificationdes gleichzeitigen und der Sache sonst nahestehenden Dichters mag solchen Digreß entschuldigen:
„Ain gmaind, die ward bestimpt darnach,„uf die was den Aidgnossen gach;„von Zürich und ouch von Lucern,„von Schwyz, Zug, Glaris rayt man gern„zu gut dem fromen cerenmann;„man maint, die fach sölt danne ga»;„wie man aber kam in das land,„man dozmal vil ein andres fand,
„dann man sich vor vcrsechen hat.„Was man da redt, was man bat,„da mocht ain kains verfachen nüt,
„so toll Warend die rouwen lüt.
„Kainer mocht uf dem stul nit bston,
„kainer von inen z'red nit kon,„sy schruwend durch cinandern all,„als werends schwyn in ainem stall.„Bücheler da syn Hochmut trayb,
„kam wort im nienen übcrblaib.
„Er sprach: wend ir setz daran syn,„daß wir solch schelmcn lassind in,
„die nun (?) lang zeit in unserin land„vil schelmen thaton begangen Hand?„Jsenhut, der ist mir ain buk,
„er ist in unser land kam fug;
„wend iren für from und redlich gen,„so mögend ir in mit üch nen,
„und setzend recht, wie wol ir wend;„daß Gott den öden bubend schend!
„hellend wir in, das wer das best,„so kemend uns nit sölich gest,
„die's widers land ietz wettind han,„dem Jsenhut seiner fachen gstan.
„Söll ich üch ietz ein antwort gen,
„ich well üch heißen den weg nen„dahin, von dann ir kommen sind.„Wir Appenzeller sind nit kind,
„wir kennend in vil bas denn ir;„ir Hand uns aber nit dafür„und land derglichen reden gan,„als solltind wir vast unrecht han.„Von Schwyz der Amman» domal redt,„Jsenhut sich erboten hell,
„daß er das weit gutwillig thon„dem ganzen land zum rechten ston„und uf ihr klag gut antwort gen,„das recht vor den Aidgnossen nen,
„oder an andern orten mer,
„da es füglich und billig wer;
„kam ort er da usnemen welt,
„man in doch nur verhören sölt;
„und wo er ghandelt wider eer,
„es wer das wenig oder mer,
„und sich das globlich uf in fond,
„so sott man in zur selben stond„strafen wie er zu strafen wer„am lyb, an gut, an gelt, an eer„und ouch an sinem lebe» gar,
„wann der klegcr wurd bringen dar,„daß er dergstalt gehandlct hctt,
„dcß man ietzmal in zychen weit,„wie joch das möge »amen han,„bym rechten will er's blyben lon,„zum selben ouch ein trostung thon„mit fromen litten in dem land,
„die inen werind wol bckant,
„und hofft, er sy ain biderman,
„by dem man i» söll blyben lon.
„Lieben fründ! ich üch warnen'wil,„daß ir nit lonffind für das zyl,„und leitind d'sachen all dahin,
„daß die dem rechten gmäß mög sin;„die pünd vermögend üben vyl,