Juli 1536. 7Z5
zu Kyburg, abgeordnet, mit dem genannten Hauptmann Mathis vor den Landrath der Grafschaft zu tretenund diesen, das Begehren des Abtes vorzutragen, der Toggenburger Meinung, den Kauf betreffend, zu er-fahren, sie zu befragen, was sie für Gründe haben, um sich dem Abt entgegenzusetzen, und Abschriften vonden Zusagen der V Orte entgegenzunehmen und Alles an die Obern zu bringen, damit man auf dem nächstenTag zu Baden eine den Verhältnissen angemessene Antworrt geben könne. St. ». Zürich: A. Toggmburg.
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Waden, 1536, 31. Juli f.
Staatsarchiv L»r«rn: Aüg. Absch. ic. s, r. S!>S. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 1Z, k.05. Staatsarchiv Bern: Allg.eidg. Absch og, S.SZl.KantonSarchiv Basel: Abschiede lSSS—,SSS. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede Bd. I» und Badische Abschiede Bd. is, k.
KantonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. »I.
Gesandte: Zürich. Johann Haab, eventuell auch Hans Edlibach, der jetzt ohnehin zu Baden ist. Bern.(Jacob) Wagner, Veuner. Lucern. (Hans) Golder, Schultheiß. Unterwalden. (Niklaus) Wirz, Panuerherr.Basel. Bernhard Meyer. Freiburg. Haus Studer. Solothurn. Urs Hugi, alt-Schultheiß. (Andere unbekannt).
tt. Der Bote von Zürich legt ein Schreiben von Bürgermeister und Rath zu Stein vor, des Inhalts,daß der Kaiser ohne Verzug die Eidgenossen angreisen werde, wenn sie dem König von Frankreich zu Hülfeziehen. Auch von andern Orten wird angezeigt, daß Graf Friedrich von Fürstenberg im Auftrage des Kaisersgroße Rüstungen betreiben solle, und daß der Kaiser die von Constanz und Lindau um freien Durchpaß fürseine Truppen angesucht, aber noch keine bestimmte Antwort erhalten habe. Im Hinblick auf diese und andereWarnungen wird denen von Stein wie den Landvögteu im Thurgau, Sargans und Rheinthal geschrieben undan die von Basel und Schaffhausen das Gesuch gestellt, den Dingen ernstlich nachzufragen und was sie er-fahren sogleich an Zürich zu melden, das dann die andern Orte berichten wird. Dies ist zu vorläufigerBedachtnahme heimzubringen. I». Martin Wehrli, Vogt zu Münsterliugen, hat angezeigt, daß das Gottes-haus zu Riedlingen im Schwabenland einen Zehnten habe, der jährlich nicht mehr als 50—60 Gulden er-lrage, aber nur mit großen Unkosten zu beziehen sei, während er wohl 1600 Gulden oder mehr gelten dürfte.Er begehrt, daß man ihm und dem Landvogt bewillige, diesen Zehnten zu verkaufen und das Capital fürdas Kloster besser anzulegen. Heimzubringen; Antwort auf nächstem Tag. e. Es wird nach einer Berathungüber die gestohlenen Güter vereinbart, daß wenn ein Dieb sich auf das Gebiet eines andern Ortes flüchtetund dort verhaftet wird, dem erweislich Bestohlenen das noch vorhandene Gut zurückerstattet werde nach Ab-zug der für Gefangenschaft, Gericht ec. erlaufenen Kosten. Da Bern, Basel und Freiburg dazu nicht stimmen,sondern freie Hand haben wollen, so wird es ihren Boten in den Abschied gesetzt, um auf nächstem Tagdarüber Antwort zu geben; schlagen sie dann wieder ab, so wollen die andern Orte gegen sie auch offeneHand behalten und es in das Urbar zu Baden bringen lassen. »I. Die Brüder Jacob und Anton Hienli,Salzherren zu Lindau, begehren für sich und ihre Güter freies Geleit, um bei allfälligcn Kriegen ihr Eigen-thum in Sicherheit bringen und desto mehr Salz in die Eidgenossenschaft führen zu können. Da dieses zuallgemeinem Nutzen dient, so wird ihnen sofort entsprochen; doch sollen sie sich gleitlich halten und überallden Zoll entrichten, v. Panuerherr Wirz von Unterwalden eröffnet auftragsgemäß, wie auf dem letzten Tagvon Bern (die Sperrung?) des Durchpasses abgeschlagen worden. Weil nun die Bünde vermögen, daß wenneinem Ort die Augehörigen ungehorsam werden oder sich flüchten, jedes andere Ort, das darum angesucht