Juli 1536.
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ausgegeben 14 Malter 3 Mütt 3 Viertel 1 Vierling; das Gotteshaus schuldet ihm also 1 Viertel Haber. Da-gegen die letztjährige Rechnung abgezogen schuldet der Vogt dem Gotteshaus 3 Malter 2 Mütt 2t/z Viertel1 Vierling Haber, e. Endlich legt Hans Lußi, ebenfalls Vogt genannter Frauen, Rechnung ab. Einnahmen331 Pfd. 7 Schl. Ausgaben 292 Pfd. 9 Schl. 8 Hl. Der Vogt schuldet somit den Frauen 38 Pfd. 12 Schl.4 Heller.
44V.
Krandson. 1536, 3. Juli.
Staatsarchiv Bern: Frnburgcr Abschiede v, k. 18.
Tag der Städte Bern und Freiburg.
Gesandte: Bern. Michael Augsburger, Bauherr; Peter von Werd, beide des Raths. Freiburg. HansReif; Franz Mühlibach, beide des Raths.
Jacob Tribolet, Vogt zu Grandson und Castellan zu Montagny le Corboz, beschwert sich, daß dieBarfüßer zu Grandson vor den Herren von Freiburg gegen ihn. ohne Ursache Klagen erhoben haben. DerGuardian ist nicht im'Falle, dieselben zu begründen. Es wird daher erkannt, der Guardian habe den Vogtum Verzeihung zu bittein Die Bestimmung der Kosten und Gebühren bleibt dem Ermessen der Obern über-lassen. ?». Der Vogt klagt ferner, daß die genannten Barfüßer ohne Zustimmung der Obern Gegenständeverkaufen und veräußern, nämlich: 1. Es sei ein Weinberg verpfändet worden, angeblich, weil die Roth dieseserfordere, was aber nicht erwiesen worden sei. Der Guardian bemerkt, diese Verpfändung sei für die Be-schaffung einer größern Partie Freiburger Tuch geschehen. 2. Eine Ausgabe von 300 Florin sei gänzlich imDunkeln. 3. Betreffend fernere 300 Florin, herrührend von dem Loskauf von 30 Köpfe («eoppss«) Dinkelbei Montagny, könne nicht klar gezeigt werden, wo dieses Geld hingekommen sei. 4. Ein Zins von 1 Florinauf dem Hause des Pierre Beaulsire soll für Bedürfnisse und Verbesserungen ihres Hauses verwendet wordensein. 5. Von den Figuren (»gonss«), die früher vor dem Portal der Kirche waren, sagt der Guardian, erhabe sie machen lassen und sie seien sein gewesen. 6. 15 Testonen von einer Reliquie sollen auf Geheiß derMönche den grauen Brüdern (»krorss grys«) gegeben worden sein. 7. Die 35 Florin für die Messe der ver-storbenen Fräulein Etienette von Montagny will der Guardian nicht in seinen Nutzen verwendet haben. 8. Eswerden noch andere Artikel vorgeführt, worüber der Guardian mancherlei Antworten ertheilt. — Die Botenerkennen, diese Angelegenheit an ihre Obern zu bringen; beinebens soll fürderhin nichts verkauft werden, ohneZustimmung der Obrigkeiten oder ihres Amtmannes, e. Zwischen dem Prädicanten von Ivonand und demAbt von Monte St. Maria und Andern waltet ein Streit wegen der Neubruchzehnten. Jener behauptet, daßsie hinter der Pfarrei gelegen seien und dieser gehören; der Procureur des Abts und der Andern dagegen meint,baß die fraglichen Zehnten gemäß Landesbrauch ihnen heimdienen. Die Boten erkennen, der Gegenstand bleibeZugestellt bis zur Jahrrechnung und die Früchte sollen unter Sequester sein, bis diesfalls eine weitere Schluß-uahme erfolge. «K. Der Vogt berichtet, daß bei dem von ihm vorgenommenen Besuche der Abtei la Lancesich ergeben, daß den Mönchen schlechter Lebensunterhalt gewährt werde und der Weinberg sich in vernach-iassigtein Zustande befinde. Beschluß: der Prior soll die Mönche besser halten und die Güter der Abtei besserverpflegen, auf daß er jeder Zeit auf Verlangen den Obern oder ihrer Boten gute Rechnung geben könne;