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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
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162
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162) o (Lamor.Ein Gedicht.Warum eröffnest du wieder die Wunden mei-nes Herzens? Warum erneuerst du meine Thrä-nen? Die Gedanken von Lamor sind schreckbarmeiner Seele. Doch du verlangest mein Lied.Kurz sind unsere Stunden der Freude, aber langdie Tage unsrer Wehmut. Sie sind wie die schwar-zen Schatten des Herbstes, welche die schimmern-den Scenen des Lichts bestürmen, wenn die wäß-richte Sonne durch Wolken sich zeigt, und schnellwiederum in Nebel sich hüllt.Ich brach mit Sulirs Hülfe aus meiner Höhle.Sie befahl mir den Lamor auszuforschen. Ich kamzu seiner schröcklichen Höhle. Längs ihren gefurch-ten Seiten träufelten Gewässer herab. Ihr Stirnwar mit Mooß und Dornen bewachsen; dortschüttelte im Winde die einsame Distel ihr Haupt.Die Eule schrie aͤchzend herum ihr schreckend traur-volles Lied. Ich sah den Führer durch die Klüftendes Felsen. Er lag am Boden gestreckt. An sei-ner Hand gebogen, ruhte sein flukendes Haupt. Im