160Inhalt.Lamor, König von Semin (den man für denneuern Ulster hält), ward in seinem hohen Alterſeines einzigen Sohns Moran, und ſeiner einzigenTochter Sulir beraubt. In einem von jenen Ein-fällen in sein Gebiet, welche zu den damaligenZeiten so häufig waren, wurden sie von den ein-gedrungenen Barbarn, nachdem solche den Pal-last geplündert, hinweggeführt, und nach einerInsel nahe bei Dännemark gebracht; wo sie ineinem Kerker verschlossen wurden. Der BardeKolmul, der mit ihnen, als Gefangener weggeführet worden, fand Mittel zu entrinnen, undseinem alten Gebieter Nachricht von dem Ort ihrerGefangenschaft zu bringen. Augenblicklich bewaff-nete Lamor seine Freunde, und flog zu ihrem Bei-stand; allein er ward besiegt, gefangen genommen,mit seinem Barden, und in den nemlichen Kerkergeworfen, worin sein Sohn Moran ehedem ver-schlossen lag; indessen der Barde Kolmul nacheiner besondern Höhle geführet ward. Das Schick-sal des Unglücklichen zu erschweren, brachte dergrausame Sieger vorher den jungen Moran, unterden Augen des kummervollen Vaters um, undschleppte seine Tochter, die reizende Sulir, zu Be-friedigung seiner schändlichen Lust hinweg.Diese
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