Druckschrift 
Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
149
Einzelbild herunterladen
 

149Ein Gedicht.meines Laufs. Er hat mich aller meiner Ruheberaubt. Er muß bluten. Geh, lad ihn zu mei-nem Mahle. Sag ihm, ich verlange seine Freund-schaft. Sag ihm, er soll die reizende Bibiona be-sitzen. Sag ihm, sie wird Freude in seiner Seeleerregen, und daß ich die Hälfte des Reiches ihmſchenke. Sein Herz iſt frei von Verdacht. Erwird kommen, und ich werde einen Dolch in sei-nen Busen senken. Ich werde lächeln, wennich ihn mit dem Tode ringen sehe; Ich werd micherfreuen, sein Röcheln zu hören. Ich werde sei-nen Leichnam den Geyern von Erin hinwerfen.Gehorch. Kehr nicht zurück, ohne meinen Raub.Tor eilte hinweg. Frölich verrichtete er den Wil-len seines Königs. Morling vernahm den schreck-lichen Befehl. Mitleid, und die Erinnerung ihrervorigen Liebe stiegen in ihrer Seele. Ihr schnee-weisser Busen erhob sich. Sie scheute SitricksAnblick, und zog ſich zurück. Stattlich, wie derSchwan, wenn er seinen weiß verworrenen Flügelzum Winde erhebt, und seitwärts, mit majestäti-ſchem Gange, die ſich theilenden Wellen der Seedurchfährt. Sie kam zu Sitricks Hallen, und riefdie veraltete Malda.K 3