Ein Gedicht.147Blackleigh *). Reizende Lieder flossen von meinenwohl klingenden Saiten. „Sie besänftigten dieHerzen unserer Krieger. Aber ach! sie können nichtdas rauhe Herz Sitricks erweichen. Wilde Wut,wie der stürmische Hauch, der die Wellen von Loch-lin gewaltsam empört, zerstört seine unruhige See-le. Sein düstres Herz erfreuet sich im Blute.Eifersucht und kalte Verachtung herrschen wechsels-weiß in seinem verworrenen Gemüte. Ach warumbin ich nicht in meiner Jugend verwelkt? Warumnicht verdörrt, wie die einsame Blume der Wüste,ungeachtet, vernachläßigt, und unbekannt.Also klagte das Licht der Schoͤnheit. Aber eineWolke der Wehmut verdunkelte den liebreichenStrahl.Sitrick und Tor erschienen. Schwarze Ge-danken zeichneten des Monarchen trübes Gesicht.Plötzlich blieb er stehn. — Zu Zeiten hob er seineRechte zu seiner düstern Stirne. Zu Zeiten griffer seinen schwarzgrauen Bart. Sein ungleicherSchritt, seine stammelnden Worte, seine wild—*) Der alte Name der Stadt Dublin.K 2
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