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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
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135Oßians letztes Lied.Winde, da ihr über schäumende Meere erbrausetIhr Wäl-Ihr Felsen, da ihr die Wolke besteigtder, da ihr eure grünenden Blätter erschüttert,vereinigt euch mit mir in einem harmonischen Lie-de, singet zum Lobe der Tugend. Glücklich sinddie Gebieter, die deine Würde empfinden. Glücklichdas Land, das dein Herrschen erkennt. DeineStimme hemmt den Lauf des Kriegs. Friede be-gleitet deine liebreichen Schritte. Wo du deinenWohnsitz erwählst, hängt das eherne Schwerd un-gebraucht in den Hallen. Der Schild wird unbe-nutzt, und der einst schimmernde Helm mit Stau-be bedeckt. Speere blitzen nur in den Händen derJäger. Sie schrecken nur die Eber der Wälder.Mädchen schön, wie Geister der Hügel, und edleJünglinge tanzen zusammen, um die Eiche desFests; Sie fürchten keinen grausamen Einfall.Das Aug ihrer Vaͤter ſchaut ſie mit Freude. Beimreizenden Anblick schimmern die Gesichter der Greisse.So war dein Glück, Selma, in den Tagenmeiner Jugend, da sich das Licht des Lieds überdie Hügel von Morven verbreitete, und die mild-blickende Unschuld geehrt ward. So war der Ruhmvon Ardoen, da Fingal die Länder beherrschte,J 4