133Oßians letztes Lied.überströmt meine Sinne. Die Himmel börstenauseinander! unerhörte Wunder zeigen sich meinererstaunten Seele. Hochtronend in der schreckbarnFülle der Macht enthüllt sein Antlitz das allmäch-tige Wesen. — Ach wer kann die Strahlen deinerSchönheit ertragen! Hülle dein Antlitz großerHerrscher des Alls, oder mein schwacher Bau wirdvor dir zerrinnen. Du sprichst — wie reizend istdeine himmlische Stimme! du verjagst die Dunkel-heit meiner Seele. Du gießest Licht über meine Ge-danken. Großes Wesen, du rufst mich zu dir! dubefiehlst mir das Lied zu erheben! Ja, singen werd'ich das Letzte meiner Lieder. Der Tugend Lob sollvon meiner Harfe ertoͤnen.O du des Menschen einziges Glück, Tugend,ich singe dein Lob; du bewohnst die Seele derHelden; du veredelst des Kriegers männliche Brust.Du lehrst ihn Betrübten zu helfen, aber die Nackender Stolzen zu beugen. Du streuest Segen, wieThau, auf das Land. Du entzündest die Gemü-ter der Barden. Von deinem Feur erwärmt sin-gen sie unsterbliche Lieder, und senden zu den künf-tigen Tagen die Namen derer, die dich verehren.Auch soll die verzehrende Kraft der Zeit, oder dieI 3
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