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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
123
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Oßians letztes Lied.123von den Felsen sich stürzen, und in ihrem brau-senden Lauf erhabene Eichen und Hayne zerreissen;So schnell, so kühn, so gewaltsam stürzen dieSöhne der Wüste zum Krieg, und frolocken durchdie Reihen ihrer Feinde.Morvens Barden sind reizend; fern von un-sern Seelen, vertreiben den Jammer die Stimmendes Lieds; sie gießen Mut in die Seelen unsrerJünglinge: sie besänftigen die zärtlichen Herzenunsrer hochbusigten Mädchen. Fleuch, Fremder,fleuch mit deinen dunkeln Gesängen, stör nichtdas Glück unsrer Insel.Alpin, du Freund meiner Jugend, du Stützemeiner sinkenden Jahre, schlag die melodische Har-fe, und bring meine Seele zur Ruhe! wie Thaudie welkende Blume erquickt, so beleben Gesängedas Herz. Ich werd nach dir meine Stimmeerheben, und das letzte meiner Lieder ertönen.Ich spüre mein kommendes End. Die kalte Rechtedes Tods ergreift, wie ein frierender Hauch,Oßians kraftlose Seele.Alpin.Eitel sind die Freuden des Lebens; eitel dieLänge der Tage. Menschengeschlechter fallen, wie