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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
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115
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Ein Gedicht.115die Lieder der Fremden vernommen, und den er-habenen Sinn ihrer Hymnen gelernt. Sing dasLied von Fulir, dem zitternden Sohne des Felsen.Wunderbar waren seine Worte, feirlich die sanf-ten Töne seiner Zunge.Lamin.Frieden begleite deine Schatten, o Fulir! dumilder Sohn des östlichen Lands. Du hast deineFlucht zu den glücklichen Gegenden genommen,weit über die Wohnung der Sterne, weit überder Kometen erhabne Bahn. Du warst der Freundmeiner Seele. Deine Worte waren heilsamerBalsam für mein krankes Gemüt. Einst traf ichdich in der Höhle von Karnmor. Es war Nacht,deine Augen waren gegen den sternigten Himmelgekehrt. Um dich floß ein blendendes Licht. Mei-ne Seele ward mit Ehrfurcht ergriffen; Mit Er-staunen vernahm ich diese Worte:Was ist derMensch vor deinem Gesicht', o du mächtiger Schöp-fer des Alls? Ein Augenblick ist sein Raum inder Zeit. Unvollkommenheit ist auf sein Wesengeprägt. Aber du warst vor der Zeit, und keinEnde wirst du kennen. Vollkommenheit hört dirallein zu. Du bist der Anfang, die Mitte, das§ 2