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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
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107
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107Ein Gedicht.Jn dem Streite der Tapferkeit frolockt dieSeele von Oßian. Aber Haß und Neid ſindfremd meinem Busen. Der mildfallende Thaudes Himmels ist den verbrennten Ebenen nicht soangenehm, als edel zu handeln meinem Herzegefällig.Dann reichtest du dem Jünglinge deine Hand,und führtest ihn zu der weinenden, zitterndenMuirvane. Ihre Augen waren auf den Bodengeheftet: Betrübniß, wie eine Wolke, die dasschimmernde Antlitz des Mondes verhüllt, bedeckteihr liebliches Gesicht.Seyd Zeugen, sagst du, "ihr Männervon Erin, ich entsage allem Rechte zu dem Mäd-chen. Ich trete sie willig diesem edlen Jünglingeab, denn er wohnt in der Seele der Schöne.Ich erfreue mich das Leiden der Betrübten zu stil-len, und Thränen vom Auge der Traurenden zuwischen. Nimm, Muirvane, dies Pfand meinerFreundschaft; nimm Fedlah die Hand dieserSchöne. Ihr seyd würdig beiderseitiger Liebe.Eure Tage sollen verfließen im Glücke.