105Ein Gedicht.und führte seine Tochter zu Tailton, um sie demSieger in den Kämpfen zu ſchenken. Deinemännliche Schönheit füllte sie mit Schrecken, wieder funkelnde Glanz eines nächtlichen Luftbilds,das schnell den Rand des Waldes durchfährt, unddie schmerzvollen Augen des Wandrers verblendt;Eine herrliche, doch schreckbare Erscheinung; alsostürzte Schrecken über ihre Seele. Sie sah voraus,den Fall ihres Fedlah. Ihre Wange ward blaß.Ein plötzliches Zittern ergriff ihre zarten Glieder.Ohnmächtig fiel sie in die Arme ihrer getreuen Mar-thulla, bleich wie die Blume des Thals, derenBlätter der verheerende Hauch von Süden verdarb,und deren verwelktes Haupt versunken im Grasliegt.Dein Aug bemerkte das Mädchen. Du sahstdie Bestürzung ihrer Seele. Ein Strahl von Mit-leid durchfuhr deinen Busen, und du sprachst mirin Eile: "Geh, Karil, tröste das Mädchen, sagihm, daß Ehre meinen Busen entzünde, und Be-gierde des Ruhms meine Seele bewohne. Siegebeut mir die Liebe der Helden zu ehren, undWehmut aus den Busen der Schönen zu treiben.Mein Herz ist ein Fels gegen den Feind in Waffen,G 5
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten