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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
95
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Ein Gedicht.95und fiel an ihre Brust. Keine Thränen flossenvon seinen veralteten Augen. Der verzehrendeSeufzer blieb erstickt in seinem Busen. Endlich be-gann der Gebieter.Ach, treff ich dich also, mein Kind! DeineWunde zerreißt mein veraltetes Herz. Jammerbelastet mein sinkendes Haupt. In Wehmut rol-len meine Jahre vorbei! Wer konnte dich alsoverwunden? Wer der liebreichen Bosmina so grau-sam begegnen?"Dreimal versuchte das Mädchen zu sprechen;dreimal entgieng ihr die winselnde Stimme. End-lich begann sie in Thränen:Mein Vater, erfreu dich bei meinem Tode!Meine Tage sind mit Ruhme geendet. Ehre,wie der Schimmer der Sonne, soll ewig meinGrabmal beleuchten. Malkarglos, in der Wutseiner Liebe, suchte deine Tochter zu entehren.Deine Führer stürzten unter seinem Schwerde.Was vermogte die verlaßne Bosmina! Ich riefmeinen Vater vergebens. Vergebens begehrt' ichsein Mitleid. Grimmig griff er meine Hand,und zwang mich gewaltsam hinweg. Er übergab