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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
89
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Ein Gedicht.89von Zorn getrieben, traf Fingals erhabenenHelm, glitt vom schlüpfrichten Stahl, fiel gebro-chen und schimmernd zu Boden. Dann flog auchdeiner, o Fingal! er durchdrang DuthlamorsSchild; aber der behutsame Krieger, sich beu-gend, vermied eine Weise den Tod. Plötzlichblitzten ihre Klingen zum Himmel. Ueber ihreHäupter flogen schreckliche Kreise von Licht. Nundrehen, nun wenden sie ihre Schritte; nun be-wegen sie sich in engern Kreisen; nun schließen siesich, und ringen. Fuß begegnet dem Fuße:stark umwinden sich ihre sennigten Arme. Duth-lamor suchte Fingaln das Schwerd zu entreis-sen; aber Lunos Klinge stieg herab, spaltete Duth-lamors Schild, und hieb zu Boden seinen Arm.Aus der Wunde rauschen Ströme von Blut. DerKrieger stürzt auf seinen Schild. Schatten desTods bedecken seine Augen. Seine rasselndenWaffen erschallen. Gormins Ufer hörten seinenFall. Mitleid rührte die Seele von Fingal. Erbefahl Ullin sein Grabmal zu heben, und das Lieddes Friedens zu tönen. Verworren und schwei-gend zogen Duthlamors Krieger hinweg. Siehaßten die blutigen Gedanken ihres Königs; abersie betraurten seinen Fall; denn oft hat er sie zumF 5