Druckschrift 
Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
85
Einzelbild herunterladen
 

Ein Gedicht.85ſchwoll in der Mitte ſeiner Seele. Unſre Kriegererkannten, daß er die ehrwürdigen Gestalten derTodten gesehen. Denn in der Zeit der Gefahrenstiegen sie oft zu seinen Träumen. Wir standenschweigend in der Ferne. Traurig sahn wir desKönigs Zorn.Nun schien der graue Morgen in Osten. DieSonne begann ihren feurigen Lauf. Ihr Lichtvergoldete die Gipfel der Berge, und flammte anden Schilden der Krieger Duthlamors; sie standendroben in ihrem Stolze, wie Hayne von erhabenenFichten, die ihre Häupter gen Himmel empören.Fingal erblickte den trotzigen Feind. Die brennendeWut seiner Seele erhob sich; er rief, und sprach zuUllin: "Geh Ullin, sag Duthlamor, einsam mitmir auf der Ebne zu kämpfen. Ich verlange nichtden Fall seines Volks: denn Fergus war nichtvon ihnen beleidigt. Meine Rechte trachtet nichtnach dem Blute der Schwachen, auch frolock ichnicht im Tode der Tapfern. Aber mein Arm de-mütigt die Stolzen. Hochmütige stürzen untermeinem Schwerd.Der veraltete Barde gehorchte. Stattlichschritt er gegen den Feind. Vorwärts hielt er sei-F 3