Druckschrift 
Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
83
Einzelbild herunterladen
 

Ein Gedicht.83Herzen. Von seiner Zunge stürzten stammelnd dieWorte seiner Wut.Ist dies der mächtige Fin-gal, sprach er, "Morvens weit berühmter Ge-bieter? Kommt er seinen Fergus zu rächen? Laßihn kommen! Ich verlange mein Schwerd in sei-nem Blute zu färben, die Geyer mit seinem Leich-nam zu weiden. So sprach der stolze Gebie-ter, da düstre Schatten der Nacht vom Weste sichgossen, und beide Heere in Schatten verhüllten.Fingal ruhte am Ufer, ein Fels stützte seinHaupt. Seine Helden lagen um ihn. Durchseinen Bart stürzen pfeifende Lüfte. Rauhe Wind-stöße brüllen über das Meer, und treiben die schäu-menden Wogen zum Ufer. Durch die Schattenblitzen feurige Dämpfe. Gebrochne Seufzer desTods börsten aus den Wolken der Nacht. Fingalward traurig. Gedanken verflossener Jahrestiegen in seiner Seele. Unglücksahndungenüberschatten sein Gemüt. Aber Schlaf schloß end-lich die Augen des Helden.Da wars, daß Clatho zu den Träumen desGebieters herabstieg. Ihr Antlitz war blaß, wieder Mond, wenn düstre Wolken seinen schweigen-den Schimmer bestürmen, und der Wandrer dieF 2