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Neu-entdeckte Gedichte Ossians
Entstehung
Seite
59
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Malvina. Ein dramatisches Gedicht. 59vernommen. Nicht mehr seine Ströme von dei-nen Tönen erschallen. Vertreib diese dunkle Wolkeder Wehmut. Jämmer verzehrt die Zierde derSchönheit. Er verdirbt die Wange des Liebrei-zes, und wenig sind der Tage des Traurers.Komm, spann den Bogen, deine springendenDoggen rufen dich zu der Jagd. Bald wird deinKrieger von den Feldern des Ruhms zurückkehren.Malvina.Ach Colma! es erliegt irgend ein Freund vonMalvina! Ein Held ist irgend in Erin gefallen!Mitten in den Schatten der Nacht, da Schweigendie Halle beherrschte, und alle, ausser Malvina,die Freude der Ruhe genossen, schwebte eine trau-rige Stimme durch die Saiten meiner Harfe.Schnell stieg ich empor, aber leis schied die Stim-me hinweg. Furcht ergriff meine zitterndenGlieder. Ich glaubte die Stimme meines Oskarszu hören. Ich legte mich wieder zur Ruhe. NeueSchrecken verdrangen meine Seele. Ueber denBoden wanderten die leichten Tritte des Tods.Die Waffen meiner Väter erschallten an denMauern. Es sind Zeichen des Jammers. Sievertreiben alle Ruhe aus meiner Brust.