58Malvina.Ein dramatiſches Gedicht.Colma.Wiſch ab du liebreiches Mädchen, wiſch ab dieThränen der Wehmut, sieh der graue Morgensteigt an unsern Hügeln. Vor den glänzendenStrahlen der Sonne schwinden die dünnen Schat-ten hinweg. Laß uns die erschallenden Wäldererwecken, und die hüpfenden Rehe bei ihren Strö-men erhaſchen.Malvina.Die Jagd reizt mich nicht mehr. O Colma,mein Jäger iſt weit in der Ferne. Die Windeheben seine zierlichen Locken in Erin. Ihr sanftenWinde tragt ihm meine Seufzer. Es steige seinmännliches Herz bei den Gedanken seiner LiebeAber warum sollten den Helden Gedanken derLiebe aufhalten? Mein junger Adler steigtüber seinen Raub. Im Waffengeprassel frolocktseine Seele..Colma.Nicht mehr wird dein Lied in Luthas Thälern
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