Ein Gedicht.39sagte ich, “warum schreckst du also deine Freunde?Was beunruhigt deine mächtige Seele? Ist deinGeschlecht mit Gefahren umgeben? SprichOßians Schwerd könnte siegen: Der Sohn vonFingal deine Feinde zerſtreun.Er gieng ohne Antwort vorbei. Aber Freudeschien über sein trübes Antlitz zu schimmern.Die Wut der Winde verbrauste. Das Meerschien wie im Schlummer zu ruhn. Nacht herrschteumher."Heil dir, o Nacht," sagte ich, "ich grüßedein grenzloßes Herrschen. Du gebietest unbe-zwungen, und allein. Du bist schaurvoll in dei-ner feyrlichen Dunkelheit, wenn du die weitenStrecken des Oceans bedeckest, und seinem Brau-ſen neue Schrecken beifügſt. Du biſt fürchterlichin deiner Größe, wenn der blaufunkelnde Blitzden arbeitenden Busen einer Wolke zerreißt, unddie ungeheuren Felſen entdeckt. Schreckbar iſtdeine Herankunft. Deine Schritte sind majestä-tisch und stattlich, wenn du langsam über diebraune Heide dahergehest, und deinen dunkelnSchleyer über die mit Wolken bekränzten Hügel,und wallenden Wälder ausspreitest. DannC 4
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