Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
57
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Der Kirschfink, Kirschvogel, Kornbeisser,Kirschbeisser, Rusbeisser (Lopia Coccothraustes)gehört mehr unter die Strich⸗ als Zug⸗Vögelund hält sich vorzüglich an den Wintertagenin den Büchen=, Ahorn= und Eberäschenhol-zungen auf. Er liebt sehr alle gebirgigte Ge-genden, seine Größe ist 7 Zoll. Der Schnabelhat 9 Linien in der Länge und 8 in der Dike;ist rund, stumpf, kegelförmig, beide Kiefernsind gleich lang, und zur Seiten scharf, derScheitel kastanienbraun, der Hals aschgrau,der Rüken dunkelbraun, der übrige Unterleibschmuzig fleischroth, er hat einen weissen Flekauf den Flügeln, und einen ausserordentlichdiken Kopf. Im Winter lebt er von denHolzsämereien, und im Sommer von Insekten,Kirschen und andern Beeren; er wird haupt-fäglich bei den Kirschen als ein Lekkerbissen ge-schossen. Er nistet jährlich 2mal, legt jedesmal3 5 aſchgraue, ins Grünliche ſpielende undbraungefielte Eier, die das Weibchen mit demMännchen in 14 Tagen ausbrütet. Den Gärtenist er sehr schädlich und daher wird er wenigernüzlich, als die andere Finlenarten.Der Dohmpfasse hat wohl seinen Namen7egen der melodiereichen Stimme erhalten.Dem