Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
58
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58Dem Leibe nach ist er ziemlich dem Staar ähn-lich; die Flügel sind roth, schwarz und weiß,und auf dem Rüken ist er grau, das Weibchenist nur graublau. Er wird viel zum Pfeifenund Reden lebendig gefangen und nach Will-.kür abgerichtet.Der Flachsfink, kleiner rothköpfigter Hänfling (Fringilla linaria) ist 5 Zoll lang, derVorderkopf ist karmoisinroth, der Oberleib dun-kelbraun, die Kehle schwarz, der Schwanz ge-spalten dunkelbraun, er wohnt in den Gärtenund Dornheken, bleibt immer bei uns, undist besonders da gern, wo viele Erlen sindlebt von Inselten und Sämereien, und ist nichtminder fruchtbar.Der Stiegliz, Distelfink, (Fringilla car-duelis) einer der schönsten Vögel von Ansehnund Gesang zugleich, ist kein Zugvogel, ziehtsich nur in den Wintertagen zusammen, woviele Disteln wachsen, der Vorderkopf ist schar-lachroth, der Scheitel schwarz in einen Streifsich verliehrend, der Hinterhals und Rüken biszum Schwanz schön braun, die Schwingensammtschwarz mit weissen Endpunkten, in derMitte an der Fahne eine goldene Kante. Mannimmt verschiedene Varietäten unter ihnen an.