74Derselbe hatte von einer Concubine mehrere Kinder, indeß warendie Parochianen mit demselben zufrieden und bemerken mit Bezugauf das vorstehend angegebene Verhältnis, daß derselbe in genann-tem Jahre „ein alder Man sy, also das er der Mede (Magd) nuram meisten bedürftich.“11620 wird Hubert Natten wieder als katholischer Pfarrererwähnt. Es folgen demselben der Reihenfolge nach die PfarrherrnEsser, Düttel, Inkman, Verne, Friderichs, Mertzenich, Heubes (1804),Sistenich und Bayerle..Früher, nachweislich seit 1550, bestand auch zu Benrath eineArmenspende, welche auf S. Sacramentstag gehalten wurde, undwofür ein Malter Korn gestiftet war. Jeder Hausmann gab dazuein Brot. Diese Spenden wurden sodann jährlich unter die Haus-armen vertheilt.Der Pastor zu Beurath gehörte früher zum Kapitel des S.Quirin=Stifts zu Neuß und erhielt von dort den Meßwein.Das Dorf und dessen Höfe und Sohlstätten waren und sindnoch an der Reisholzer Gemarke betheiligt, deren Theilung dieGeneral=Commission in Münster schon länger als 20 Jahre betreibt,ohne damit zu Ende kommen zu können. Dieſe Reisholzer Gemarkegehörte ganz zur Herrlichkeit Beurath und es suchten deren Schöffen,wenn sie das Urtheil nicht finden konnten, dasselbe bei der BilkerGemarke als zweite Instanz.wir ein Jahr.Außer dem S. Quirinsstift und S. Clara in Neuß war auchdas Stift zu Düsseldorf in Beurath begütert. Am 8. September1383 stiften Gerhard Haick, Kanonich zu Düsseldorf, und dessenBruder eine Messe an der Collegiatkirche zu Düsseldorf und fundirendie Stiftung mit ihren Höfen zu Beurath und Rolfrath (bei Hub-belrath, jetzt Moſchenhof); 1392 den 1. März dotiren HerzogWilhelm von Berg und seine Gemahlin Anna von Baiern das Düsfeldorfer Stift mit dem Hofe Hinower in der Pfarre Benrath.In der ersten Urkunde heißt es in parrochia Royde propecastrum Benroide, in der zweiten in parrochia Roide propeBenroide..1.421452 schenkt Peter von Lennep dem Stifte zu Düsseldorf denHof zu Nuynbrüggen bei Beurath gegen Verpflichtung von 12.jährlichen Memoiren.4116Auch der Kothen Valder gehörte demselben Stifte sowie derWybelskamp zu Beuraid an den Mühlen gelegen. (1433).
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